Frankenthal
Knöppel: BASF-Lager für Styrodur ist sicher
Kommunale Umweltpolitik dominierte die Sitzung des Ortsbeirats Mörsch. Auf der Agenda standen Aspekte der Landschaftspflege und die Frage, wie sicher die Lagerstätte der BASF auf Mörscher Gemarkung für Mensch und Natur ist.
Mit Blick auf den Großbrand einer Lagerhalle auf der Ludwigshafener Parkinsel vor sechs Jahren, bei dem der vom Chemiekonzern dort gelagerte Isolierstoff Styropor in Flammen aufgegangen war, fragte Ute Hatzfeld-Baumann (Grüne/Offene Liste) nach den Sicherungsmaßnahmen für die an der A6 gelegene Lagerstätte. Hierbei handele es sich um Styrodur-Dämmplatten, erklärte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU). Die Lagerung in großem Maßstab sei notwendig, da die Platten erst dann verarbeitet werden können, wenn das Treibmittel CO2 abgebaut ist.
Obwohl sich Styrodur nicht in Wasser auflöst, ist laut Knöppel eine Bodenwanne installiert worden. So könne bei einer Havarie auch kein Löschwasser ins Grundwasser gelangen. Kontrolliert würde die Fläche durch die Struktur-und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt. Sie sei zudem in das Sicherheitskonzept der BASF-Werksfeuerwehr eingebunden. Zum Brandschutz gehöre unter anderem, dass die Gesamtmasse des Ladeguts auf dem in Brandabschnitte unterteilten Gelände begrenzt sei und dass um das gelagerte Gut ein Schutzstreifen ohne Bewuchs von drei Metern angelegt wurde.
Ersatz für abgestorbene Bäume
Außerdem fragte Hatzfeld-Baumann, wie die Stadtverwaltung mit den mindestens zwölf abgestorbenen Bäumen auf dem Mörscher Damm verfahren werde. Und sie monierte, dass im neuen Renaturierungsgebiet entlang der Dudelsackstraße die Fahrzeuge zur Bewässerung quer durch das Biotop fahren. Die betroffenen Bäume werden in etwa einem Jahr durch hitzeresistente Baumarten ersetzt, informierte Ortsvorsteher Adolf-José König (SPD). Zur Technik der Bewässerung erklärte er: „Wegen der Trockenheit werden die Bäume direkt bewässert. Dazu müssen die Fahrzeuge über die Grünflächen fahren.“ Würde die Bewässerung von den asphaltierten Wegen aus durch Wasserwerfer erfolgen, seien Schäden an Jungpflanzen die Folge.
Die SPD hatte sich mit der renaturierten Fläche rund um die Isenach zwischen B9 und A6 beschäftigt und wünschte sich, dass neben dem westlichen Fußweg ein Randstreifen gemäht werd, damit der Weg nicht zuwachse und eine „optisch gepflegte Landschaftsgestaltung“ gewährleistet sei. Mit dreieinhalb Metern sei der Weg breiter als andere Wege, zitierte König die Stellungnahme der Verwaltung, „ein Freischneiden ist daher überflüssig“. Die Frage der SPD, wie mit den Trampelpfaden in Richtung Dudelsackstraße verfahren werden solle, beantwortete er damit, dass einige mit dornigen Gewächsen versperrt werden sollen, „andere werden geschottert, damit sie als dauerhafte Wege genutzt werden können“.