Frankenthal „Klimaschutz“: Steuerungsgruppe sieht großes Potenzial in Windkraft
Zurzeit besteht noch eine interkommunale Vereinbarung mit der Stadt Ludwigshafen, den Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Lambsheim und Mutterstadt sowie der Verbandsgemeinde Maxdorf, nach der im gesamten Stadtgebiet keine Windenergieanlagen zulässig sind. Im Rahmen der Fortschreibung des Entwicklungsplans IV des Landes und der neuen Vorgaben auf Bundesebene hat die Stadt einer Pressemeldung zufolge mit den anderen Kommunen Kontakt aufgenommen, um in Erfahrung zu bringen, ob die Vereinbarung angepasst werden kann. Über mögliche Änderungen will die Verwaltung die städtischen Gremien und die Arbeitsgruppe Klimaschutz informieren.
Das Land will in Klimaschutzmaßnahmen vor Ort investieren. Jede Kommune soll über das Kommunale Investitionsprogramm Klima und Innovation (KIPKI) 44 Euro pro Einwohner für den Klimaschutz erhalten. Die Verwaltung sei dabei, entsprechende Projekte in der Stadt abzufragen, heißt es in der Mitteilung weiter. Beim zweiten Treffen der Steuerungsgruppe erläuterte zudem die Lambsheimer Firma Gaia, die seit mehr als 20 Jahren Windenergie- und Photovoltaikprojekte plant und realisiert, wie solche Anlagen umgesetzt werden und wie sich Stadt und Bürger daran beteiligen können.
Wärmewende im Fokus
Um weitere Themen zu erörtern und konkrete Projekte zu erarbeiten, sollen nun in der Steuerungsgruppe Teams gebildet werden, die nach den Interessen der Teilnehmer besetzt werden. Die Untergruppen sollen sich dann näher mit der Wärmewende, dazu gehören das Ausloten von Einsparmöglichkeiten und die Dekarbonisierung der Wärmeenergie, sowie den Themen Energiesparen, Stadtklima, Mobilität und Klimaschutz in Schulen beschäftigen. Die in den Gruppen erarbeiteten Projekte sollen auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und in die Kategorien „kurz-, mittel- oder langfristig“ eingestuft werden. Dazu sollen auch Beispiele für den Klimaschutz in anderen Kommunen herangezogen werden.
Die Arbeitsgruppe „Klimaschutz in Frankenthal“, der neben Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) und der städtischen Klimaschutzmanagerin Priska Kramer unter anderem Vertreter der Verwaltung, Parteien, des Naturschutzbunds (NABU) Deutschland sowie der Gruppen „Fridays for Future“ und „Parents for Future“ angehören, will sich voraussichtlich Ende Februar das nächste Mal treffen. Dann soll das Thema Wärmewende erörtert werden.