Frankenthal Keller-Team fährt zur Südwestmeisterschaft

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FRANKENTHAL. Fußball-B-Klassist ASV Heßheim wird den Fußballkreis Rhein-Pfalz 2018 bei den Südwestmeisterschaften im Futsal vertreten. Der ASV gewann am Samstag das Finale der Futsal-Kreismeisterschaft in der Frankenthaler Alberthalle mit 1:0 gegen den ebenfalls in der B-Klasse spielenden FSV Oggersheim. Platz drei holte das Team von Ausrichter Eintracht Lambsheim.

Im Endspiel profitierten die Heßheimer von einer Futsal-Regel. Ab dem fünften Mannschaftsfoul gibt es für den Gegner jeweils einen direkten Freistoß aus zehn Metern – ohne Mauer. Finalgegner FSV hatte schneller seine vier Fouls „gesammelt“. Im ersten Anlauf verschoss dann noch ASV-Neuzugang Philipp Erb. Nach dem sechsten Foul des FSV schnappte sich Efstathios Kafkas den Ball und versenkte ihn zur 1:0-Führung der Heßheimer. Danach machte der ASV hinten dicht und hoffte, Konter setzen zu können. Der FSV versuchte auszugleichen, doch so richtig brenzlig wurde es nur einmal. Kurz vor Schluss der Partie gab es für Oggersheim Sechsmeter nach Handspiel im Kreis. FSV-Trainer Deniz Ertas übernahm die Verantwortung, schoss nicht schlecht – aber nicht ins Tor. ASV-Trainer Thomas Keller war nach dem Finalsieg perplex: „Ich hätte nie gedacht, dass wir gewinnen. Einige Spieler haben abgesagt. Wir sind konditionell noch gar nicht auf einem so hohen Niveau.“ Ein Grund für die Spielerabsagen sei der spezielle Ball, der beim Futsal zum Einsatz kommt. Er ist etwas kleiner, nicht so druckvoll aufgepumpt und springt nicht richtig. Daran müsse man sich erst gewöhnen, waren sich viele Spieler einig. Man bekomme nur wenig Druck hinter den Ball. Als verdient sah Keller den Turniersieg allerdings schon an, weil der ASV in der Vorrunde in der Gruppe B Grün-Weiß Ludwigshafen, den TuS Oggersheim, VfR Frankenthal, SV Kirchheim und SV Studernheim auf die Plätze verwiesen und im Halbfinale und Endspiel keinen Gegentreffer kassiert hatte. Allerdings habe der ASV in einigen Situationen auf das Glück und einen guten Torwart bauen können. Heßheim war schon einmal bei den Futsal-Südwestmeisterschaften – schied da aber in der Vorrunde aus. Heßheim stellte mit Erb, der in der Winterpause vom VfR Frankenthal kam, zudem den Torschützenkönig des Turniers. Fünf Treffer hatte Erb erzielt. Deniz Ertas nahm seinen Fehlschuss nicht so tragisch. Spaß habe es ihm und seinen Spielern gemacht, insgesamt würden sie das Spiel mit dem „richtigen“ Ball und der Bande jedoch bevorzugen. „Es war auf alle Fälle eine gute Trainingseinheit“, befand Ertas, der nun im Feld unter die Top fünf der B-Klasse Süd kommen will. Derzeit steht der FSV auf Rang sieben. In der Gruppe A der Vorrunde wurde der FSV Gruppenerster vor Lambsheim, Amed Ludwigshafen, dem TuS Flomersheim, TSV Carlsberg und VSK Niederfeld. Niederfeld schied vorzeitig aus dem Turnier aus, weil das Team mit zu wenigen Spielern angereist war. Im Spiel um Platz drei setzte sich Ausrichter Eintracht Lambsheim, der im Halbfinale 0:1 an Heßheim gescheitert war, mit 3:0 gegen Grün-Weiß Ludwigshafen durch. Die Eintracht-Tore schossen Patrick Böhm, Luca Hepp und Daniel Popiuk. Lambsheims Trainer Thomas Seidenspinner war zufrieden. „Beim Futsal wird sauberer gespielt. Der Spaß steht im Mittelpunkt.“ Eintracht-Spieler Mathias Krauß meinte, dass die Stimmung beim RHEINPFALZ-Hallenfußball-Turnier besser sei. „Wenn wir gegen Heßheim auf dem Feld gewinnen, ist das in Ordnung“, sagte Krauß. „Das sollen sie mal versuchen“, konterten die Heßheimer auch neben dem Platz ganz ordentlich. „In den Platzierungsspielen war bei uns die Luft raus, weil wir nur einen Auswechselspieler dabei hatten“, sagte Grün-Weiß-Trainer Thomas Engel. Torwart Max Mohr, Kapitän Florian Ouhiani und Engel können dem Futsal jedoch etwas abgewinnen. „Es ist eine Abwechslung“, meinten die Kicker. Das Spiel sei schneller und berge weniger Verletzungsgefahr. Das sei bei der Ludwigshafener Stadtmeisterschaft an der Bande teilweise grenzwertig gewesen. Grün-Weiß hatte das zweite Halbfinale gegen Oggersheim 1:2 verloren. Die Turnierleiter – Bernhard Schäfer, Klaus Brendel und Klaus Hilbrecht – waren zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, nicht jedoch mit der Beteiligung. „Es war alles sehr fair. Es gab eine Rote Karte für den Torwart von Kirchheim – wegen Schiedsrichterbeleidigung.“ Die Klassenleiter glauben, dass sich viele Futsal-Regeln bald beim „normalen“ Hallenfußball etablieren werden. Der ASV Heßheim erhielt als Gewinner des Turniers 100 Euro Siegprämie. „Schade, da ist der Sprung bei den Preisgeldern zum nächsten Turnier zu hoch“, sagte Klaus Brendel. Bei den Südwest-Meisterschaften bekommt der Sieger 1500 Euro. |nt

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