Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kein Projektstopp: Planungen für Ostparkstadion gehen weiter

Derzeit nur eingeschränkt nutzbar: die Laufbahn im Ostparkstadion.
Derzeit nur eingeschränkt nutzbar: die Laufbahn im Ostparkstadion.

Die Stadt hält an dem Projekt, die Laufbahn im Stadion zu sanieren fest – unabhängig von der Idee, im Baugebiet „Am Speyerbach“ ein neues Sportgelände zu bauen. Ursprünglich hatte die FWG-Fraktion für die Sitzung des Stadtrats beantragt, das Vorhaben im Ostpark wegen der damit verbundenen hohen Kosten komplett zu streichen.

Dieser Vorstoß wiederum fand bei der Verwaltungsspitze – und bei den meisten anderen Fraktionen – wenig Gegenliebe. Dass es für das Problem im Ostparkstadion einer Lösung bedarf, hat nach Darstellung von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) vor allem einen Grund: Die Sanierung des 20 Jahre alten Tartanbelags, der vor allem in den Kurven stark von den Wurzeln benachbarter Bäume beschädigt ist, sei „untrennbar“ mit der Entwässerung des Geländes verknüpft.

Und bei diesem Thema herrscht, wie es der OB schon im Sportausschuss Mitte November erläutert hatte, ein „rechtswidriger Zustand“. Sogenanntes Oberflächenwasser, das im Ostparkstadion und auf der Tartanbahn anfällt, fließt illegal ins öffentliche Kanalnetz. Eine mögliche Lösung für dieses Problem gibt es: den Einbau sogenannter Rigolen, unterirdischer Pufferspeicher, im Hauptplatz des Stadions. Die letzte Kostenschätzung für Bahn und Entwässerung lag bei stattlichen 1,6 Millionen Euro.

CDU: Nicht genehmigungsfähig

Dieser Betrag war es wohl auch, der die Freien Wähler erst ins Grübeln und dann zu ihrem Antrag brachte. Dessen Inhalt: sofortiger Ausstieg aus den Planungen fürs Stadion und Prüfung, ob stattdessen der im Baugebiet „Am Speyerbach“ vorgesehene Sportplatz mit einer wettbewerbstauglichen Laufbahn ergänzt werden könnte.

Die FWG-Variante ist offenbar aus zwei Gründen nicht umsetzbar: Wie CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Bindert erklärte, wäre eine zusätzliche Anlage an der genannten Örtlichkeit genehmigungsfähig, wenn sie mehr oder weniger für den Schulsport genutzt würde. Ein öffentliches Gelände hätte aus Lärmschutzgründen keine Chance, so Bindert. Und der zweite Punkt: Hebich zufolge nähme eine Laufbahn schlicht zu viel Platz weg.

FWG: Antrag zurückgezogen

Auf seinen Hinweis, dass die Stadt aus den beschriebenen Gründen im Ostpark um eine „größere Investition wohl nicht herumkommen“ werde, zog FWG-Vertreterin Tanja Mester den Antrag ihrer Fraktion zurück. Allerdings hatte der Oberbürgermeister schon dem Sportausschuss angekündigt, dass die Verwaltung bei den Planungen für das Stadion noch einmal auf den Resetknopf drücken wolle, um kostengünstigere Alternativen zu suchen. Das könnte beispielsweise auch eine Stadionrunde mit weniger Einzelbahnen als bisher sein.

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