Frankenthal
Karolinengymnasium: Neue Sporthalle nach zwei Jahren Bauzeit fertig
Erschrocken sei er, als er die Pläne für die neue Halle das erste Mal gesehen habe, sagte Schuldezernent Bernd Leidig (SPD). Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) meinte, alles habe nach einem Zweckbau ausgesehen. Nun waren beide voll des Lobes dafür, was trotz der straffen Vorgaben des Landes entstanden sei. „Das Optimum ist herausgeholt worden – nüchtern und trotzdem elegant“, sagte der OB. „Ich bin begeistert“, meinte Leidig. 30 mal 17 Meter groß ist die neue Halle und somit größer als ihre Vorgängerin. Sie ist im Innern farblich angenehm gestaltet und für viele Sportarten ausgerüstet.
Als besonderes Glanzlicht sei auf Wunsch der Schule eine Kletterwand eingebaut worden, sagte Heike Kohlschmidt, Leiterin der technischen Abteilung des Bereichs Gebäude und Grundstücke. Dass die Kosten, ursprünglich mit 3,2 Millionen Euro veranschlagt, in der Endabrechnung unter der Drei-Millionen-Grenze liegen dürften, freute den komplett angetretenen Stadtvorstand.
Solarmodule auf dem Dach
OB Hebich und Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) konnten noch aus eigenen, leidvollen Erfahrungen des Sportunterrichts in der alten Halle berichten. Insbesondere deren Geruch muss beim OB bleibende Erinnerungen hinterlassen haben. Erste Überlegungen, die 1955 gebaute alte Halle an gleicher Stelle durch einen Neubau zu ersetzen, habe es 2015 gegeben. Es sei ein freudiger Tag für die Schule und die Vereine, sagte Hebich. „Hätte es diese Halle zu meiner Schulzeit gegeben, ich wäre im Fach Sport besser gewesen“, mutmaßte Hebich.
Knöppel hob neben der sportlichen Ausstattung weitere Besonderheiten hervor. 124 Solarmodule seien auf dem Dach montiert. „Wir wollen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Im Herbst solle noch ein Zaun gebaut werden, der den Zugang zum Schulhof erschweren soll. Die Stadt als Schulträger lege viel Wert auf die Gebäude, ergänzte Leidig. Insgesamt gebe es im Stadtgebiet 22 Sport- und Gymnastikhallen.
Buntes Fest nach Corona
Bleibt die Bauzeit von rund zwei Jahren. „Wir haben die Luft angehalten“, sagte Karin Reißer-Mahla über den Moment, als beim Abriss der alten Halle Skelette im Untergrund gefunden wurden. „Wir sind froh, dass wir heute eine Sporthalle und kein Museum oder eine Ausgrabungsstätte an dieser Stelle haben“, sagte die stellvertretende Schulleiterin im Beisein von Direktor Christian Bayer, der sich in Elternzeit befindet. Nach Corona solle es ein buntes Fest mit Schülern geben, so Reißer-Mahla.