Frankenthal Karolinen-Gymnasium: Neunte Klassen vorerst weiter zu Hause

Die Lehrer der betroffenen Klassen versorgen die Schüler von zu Hause aus mit Arbeitsaufträgen.
Die Lehrer der betroffenen Klassen versorgen die Schüler von zu Hause aus mit Arbeitsaufträgen.

Die Verantwortlichen im Karolinen-Gymnasium haben am Montag vom Gesundheitsamt in Ludwigshafen noch keine weiteren Hinweise erhalten, wie auf die Corona-Fälle in den neunten Klassen reagiert wird. Er habe deshalb entschieden, dass alle betroffenen Lerngruppen und Lehrkräfte weiterhin zu Hause blieben, sagte Direktor Christian Bayer.

Wie berichtet, sind drei Schüler aus zwei Klassen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Weil die Jugendlichen in einigen Fächern gemeinsam mit Schülern anderer Klassen unterrichtet würden, hatte die KG-Leitung am Wochenende entschieden, den kompletten Jahrgang zu Hause zu lassen. „Wir gehen auf Nummer sicher. Ich denke, das ist auch im Sinne der Eltern“, sagte Bayer. Die für die Klassen zuständigen Kollegen versorgten ihre Schüler von zu Hause aus mit Arbeitsaufträgen.

Die am Montag unternommenen Versuche, sich beim Gesundheitsamt über die weitere Vorgehensweise zu informieren, seien aber zunächst ins Leere gelaufen, berichtete KG-Chef Bayer. Ihm sei es zwar gelungen, über eine Notfallnummer jemanden zu erreichen. Er sei gebeten worden, den Sachverhalt an seiner Schule per E-Mail zu schildern; eine Rückmeldung folge dann.

Drei Infektionen mehr

Die blieb allerdings vorerst aus: „Mir scheint, dass man dort an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist“, sagte Bayer. Er sei im Nachhinein froh, dass sich das KG schon am Dienstag vor einer Woche in Absprache mit dem benachbarten Albert-Einstein-Gymnasium für eine Maskenpflicht im Unterricht entschieden habe. Eine RHEINPFALZ-Anfrage zu den Fällen am Karolinen-Gymnasium ließ die für das Ludwigshafener Gesundheitsamt zuständige Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises am Montag unbeantwortet.

Unterdessen ist die Anzahl von laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus nach Angaben des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamts in Frankenthal am Montag um drei auf nun 183 gestiegen. Die auf 100.000 Einwohner berechnete Sieben-Tages-Rate liegt demnach bei 75,9. Die Stadt rangiert damit nach wie vor deutlich oberhalb des Grenzwerts von 50, ab dem die Corona-Alarmstufe Rot ausgelöst wird. Aktuell gibt es in Frankenthal 84 akute Infektionen.

Info-Telefon geschaltet

Ob und inwiefern die Stadtverwaltung die nun gültige Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie noch mit eigenen Vorschriften ergänzt, war am Montagabend unklar. Festhalten möchte die Stadt offenbar an einem Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens, das nach der Schließung der Gaststätten vor allem Tankstellen und Kioske beträfe. Nach einigen Wochen Pause hat die Verwaltung wieder ein Infotelefon für allgemeine Fragen zum Thema Corona geschaltet: Mitarbeiter sind montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter der Nummer 06233 771 3232 erreichbar.

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