Frankenthal Kanäle werden neu vermessen

Nicht mehr auf dem neuesten Stand sind die Daten des Frankenthaler Kanalnetzes. Daher will der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF) die Abwasserrohre stufenweise neu vermessen lassen und in sein geografisches Informationssystem einspeisen. Der Betriebsausschuss hat einen Auftrag für rund 62.000 Euro an ein Vermessungsbüro im südwestpfälzischen Hermersberg vergeben.
Neu vermessen werden im Norden Frankenthals etwa 30 Kilometer Kanalnetz, 1200 Sinkkästen, 645 Schächte und Bauwerke sowie 25 Versickerungsanlagen. Etwa 20 Prozent des Bestandes liegen in verkehrlich stark belasteten Bereichen, sodass die Arbeiten an Wochenenden erledigt werden müssen. Bereits abgeschlossen ist die Aktualisierung der Daten in den vier Vororten sowie im Stadtteil Lauterecken und auf dem Ormsheimer Hof. Von der Neuvermessung verspreche er sich eine Arbeitserleichterung und eine bessere Planung, betonte Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU). Übereinstimmend unterstrichen Adolf-José König (SPD) und Carsten Süling (CDU) die Notwendigkeit, vorhandene Daten zu aktualisieren. Gute Noten stellte der Ausschuss dem vom Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF) vor neun Jahren im Internet eingerichteten Verschenk- und Tauschmarkt aus (wir berichteten). Beigeordneter Knöppel sah in dem nicht kommerziellen Angebot einen Beitrag zur Schonung der Ressourcen und zur Abfallvermeidung. Das Interesse sei sehr groß. So hätten von August 2016 bis Juli 2018 rund 28.500 Nutzer die Plattform besucht, was einem Durchschnitt von 1200 Aufrufen pro Monat entspreche. Jährlich seien durchschnittlich 150 Inserate geschaltet worden. Die Kosten, die dem EWF für den Betrieb der Plattform, entstehen, gab Knöppel mit 100 Euro pro Monat an. Den sozialen Aspekt des Verschenk- und Tauschmarktes hob Adolf-José König hervor, während Anne Gauch (Grüne/Offene Liste) feststellte, dass die Plattform benutzerfreundlich sei und gut funktioniere. Das Angebot sollte in der Öffentlichkeit noch stärker bekanntgemacht werden, fand sie. Mittlerweile fertiggestellt ist – wie Beigeordneter Knöppel informierte – eine weitere barrierefrei zugängliche Urnengemeinschaftsanlage auf dem Hauptfriedhof. 36 Plätze mit kleinen Grabplatten für eine Beschriftung seien geschaffen worden, in der Mitte befinde sich eine Ablagefläche. Die Kosten liegen bei rund 9300 Euro. Für eine weitere Urnengrabanlage im südöstlichen Teil seien inzwischen die Planungsleistungen für 7000 Euro vergeben worden, berichtete Knöppel. Ein erster Entwurf werde in der Sitzung des Betriebsausschusses am 22. Oktober vorgestellt.