Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Immer mehr Jugendliche verlassen Schule ohne Berufsreife

Bei zuletzt 75 Jugendlichen haben die Noten nicht für den Abschluss der Berufsreife gereicht.
Bei zuletzt 75 Jugendlichen haben die Noten nicht für den Abschluss der Berufsreife gereicht.

Die Anzahl von Jugendlichen, die weiterführende Schulen ohne Abschluss verlassen hat sich zuletzt enorm erhöht: von 25 Fällen 2016/2017 auf nun 75 im vergangenen Schuljahr. Gestiegen ist auch die Anzahl derjenigen, die von den Gymnasien auf eine der beiden Realschulen plus wechseln.

Über beide Entwicklungen hat Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) auf Anfrage der Fraktion Grüne/Offene Liste den Schulträgerausschuss informiert. Die Entwicklung bei den Abgängern, die ohne Berufsreife dastehen, ist insofern beunruhigend, als die Abschlussjahrgänge insgesamt eher kleiner geworden sind. Während vor drei Jahren 672 Jugendliche ihre Schullaufbahn beendeten, waren es in diesem Sommer etwa 40 weniger.

Mehr Wechselwillige

Gefragt hatten die Grünen auch nach Wechselbewegungen von den Gymnasien hin zur Realschule plus. Auch hier ist die Gesamtzahl derjenigen, die für einen Neustart zur Friedrich-Schiller- oder Friedrich-Ebert-Realschule wechseln, gestiegen: von 22 im Schuljahr 2018/19 auf 33 ein Jahr später.

70 wollen wiederholen

Leidig lenkte den Blick außerdem auf ein Phänomen, das im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der deshalb schwierigen Lernbedingungen für viele Kinder und Jugendliche zusammenhängt. In Frankenthal hätten fast 70 Schüler von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Klasse freiwillig zu wiederholen. An der Friedrich-Ebert-Realschule plus betraf das 24 Kinder, an der Integrierten Gesamtschule Robert Schuman waren es 25. Der Rest verteilt sich auf die Gymnasien (6), die Schiller-Realschule (9) und die Grundschule Mörsch (4).

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