Frankenthal „Ich spiele mich selbst“

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Mannheim. Das Varieté „Palazzo“ geht in die neue Spielzeit. Heute ist die erste Show im Spiegelzelt auf dem Mannheimer Europaplatz. Zum zweiten Mal dabei ist Comedian Steve Eleky. Der Ungar hat 25 Jahre Berufserfahrung.

Das Geständnis kommt spät – und ist überraschend: „Privat bin eher ernst, nicht unbedingt der Unterhaltungskracher auf Partys. Witze kann ich überhaupt nicht erzählen“, sagt Steve Eleky. Der Ungar ist ein Comedian, vielleicht eher ein Clown. Er unterhält das Publikum seit nunmehr 25 Jahren auf hohem Niveau. Er alberte schon herum, als Comedy in Deutschland noch nicht salonfähig war. „Es ist schön, wenn die Leute mit mir und wegen mir lachen“, meint er. Seit Jahrzehnten spielt Eleky einen schottischen Comedyjongleur. Er ist Künstler. Eleky liebt diese Rolle, sagt er. Noch mehr liebt er seine zweite Nummer. Da nimmt er Zauberer auf die Schippe. „Das ist eine Persiflage. Ich kann nicht zaubern“, erzählt Eleky. Seine Nummern sind gefragt. Im „Palazzo“ in Mannheim tritt Eleky nun zum zweiten Mal auf. Vor sechs Jahren war er das erste Mal da. 120 Auftritte werden es diesmal sein. Eleky ist einer von zwölf Künstlern bei der „Palazzo“-Show. Der 49-Jährige ist einer der Besten seines Fachs. Er trat in Monte Carlo auf, im Zirkus Flic Flac und im Zirkus Krone. Dort spielen die Besten der Besten. Eleky stammt aus einer ungarischen Artistenfamilie. Vor 120 Jahren gründeten seine Urgroßeltern einen Zirkus, erzählt er. Er sei nun die fünfte Generation. Somit war sein Beruf vorgezeichnet. Allerdings wurde er nicht Artist, wie es sich die Eltern gewünscht hatten. Obwohl er während der Europatouren mit seinen Eltern und Großeltern immer geübt hatte. Stattdessen wurde er Comedian. Durch Zufall. 1991 war er in Berlin im Friedrichstadtpalast. Der dortige Regisseur kam auf Eleky zu und bat ihn, eine Jonglagenummer als verkleideter Schotte zu spielen. „Jonglage war nicht der Hit“, erzählt Eleky, „aber ich habe es halt gemacht.“ Dabei hatte er keine spezielle Ausbildung für diese Rolle. Sechs Wochen sollte er bleiben, zwei Jahre wurden daraus. Dann trat Steve Eleky in ganz Europa in Freizeitparks auf und in Varietés, unter anderem in Speyer. „Ich finde es wichtig, dass das Publikum gut unterhalten wird“, sagt Eleky, der mit einer russischen Tänzerin aus St. Petersburg verheiratet ist, zwei Kinder hat und im südbadischen Rust sesshaft geworden ist. Sein Beruf fällt Steve Eleky leicht, denn: „Ich spiele mich selbst.“

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