Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal: Traumstart für den neuen Trainer

Erfolgreichster Werfer des HSG gegen Kaiserslautern: Eric Diehl.
Erfolgreichster Werfer des HSG gegen Kaiserslautern: Eric Diehl.

Erfolgreiches Debüt für Georg Ebel: Die Gekkos feiern einen klaren Sieg gegen die MSG Kaiserslautern/Dansenberg und zeigen sich in Torlaune. Doch schwere Aufgaben warten.

Der Einstand des bisherigen Co-Trainers Georg Ebel, jetzt als Hauptverantwortlicher an der Bande bei den Gekkos, hätte kaum erfolgreicher verlaufen können. Auch wenn Ebel mit ansehen musste, wie sich seine Mannschaft nach dem Wiederanpfiff eine kurze Schwächephase erlaubte und die Gäste aus der Westpfalz wieder ins Spiel zurückholte, durfte er sich nach dem Schlusspfiff über einen deutlichen 32:25 (17:12)-Auftakterfolg in seiner neuen Rolle als Cheftrainer freuen.

Die Zeichen standen gut für die Eckbachtaler Gekkos. Es waren gerade einmal 30 Sekunden gespielt, da traf Timo Kluzik links außen zum 1:0. Die Abwehr präsentierte sich hellwach, gewann den Ball umgehend aus den Angriffsreihen der Gäste und startete in den schnellen Gegenstoß, brach diesen allerdings ab und baute in Ruhe den nächsten Angriff auf. Maximilian Schreiber hatte dann beim Abschluss etwas Pech und traf nur die Latte.

Die Gäste glichen aus, ein technischer Fehler im Angriff der Gekkos eröffnete den Westpfälzern die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Moritz Groß glich nur Sekunden später durch einen schnellen Anwurf wieder aus. Torhüter Simon Kalveram, der sich bestens aufgelegt präsentierte, verhinderte zunächst die nächste Führung der Gäste. Doch seine erste Parade landete in den Händen der MSG Kaiserslautern/Dansenberg, und beim Nachwurf war er ohne Chance.

Dem 2:3-Rückstand, es sollte der letzte des Abends sein, folgte ein Doppelschlag durch Eric Diehl von rechts außen. Diehl, der bei der HSG Eckbachtal zudem die Rolle des Damentrainers innehat, stellte auf 4:2. Auch wenn Trainer Ebel keinen seiner Spieler hervorheben wollte, erwies sich Diehl bei sieben Treffern aus acht Versuchen als treffsicherster Schütze des Abends.

Überhaupt trugen die Außenspieler gemeinsam 15 Treffer zum 32:25-Erfolg bei. Neben Diehl (7) trafen Kluzik (5), Sven Dopp und Alvar Matsuura steuerten je einen Treffer bei. In Trefferlaune zeigte sich auch Moritz Groß, der sechs Mal erfolgreich war und teilweise sehenswerte Tore erzielte. Julian Pozywio zeigte beim Erfolg, der zum Ausgleich des Punktekontos führte, Höhen und Tiefen. Zwar erlaubte er sich zwei, drei technische Fehler in Form von Fehlpässen und einem Tippfehler, doch er wusste auch mit cleveren Zuspielen zu seinen Nebenleuten und drei eigenen Treffern zu gefallen.

Der Erfolg wurzelte neben den sicheren Torschützen vor allem in der Defensive, die sich gewohnt stabil zeigte. Nicht wenige Treffer erzielten die Gekkos aus dem Gegenstoß. Großen Anteil daran hatten die beiden Torhüter Simon Kalveram und Tobias Schipper, die sich beide einige Male auszeichnen durften. Gästetorhüter Darvin Mayer stand den beiden nur wenig nach und verhinderte eine frühere deutliche Führung der Hausherren.

Etwas ärgerlich aus Sicht der Gekkos war die Auswertung der Siebenmeter, denn gleich drei Würfe von der Linie konnten bei sieben Gelegenheiten nicht in Tore umgemünzt werden. Dennoch darf Trainer Ebel mit breiter Brust auf die kommenden Spiele schauen. Allerdings dürfen die kommenden Aufgaben der Gekkos durchaus als dicke Bretter bezeichnet werden, denn die Ebel-Sieben gilt hier als Außenseiter.

Zunächst geht es für die Mannschaft zum letztjährigen Rheinhessen-Meister TG Osthofen, der nur knapp in der Relegationsrunde für die Regionalliga scheiterte und aktuell Ligazweiter (9:3 Punkte) ist. Dort vermissen sie den langjährigen Gekko-Torhüter Rouven Hahn, der seit Jahren zu den besten seiner Gilde gehört und frisch an der Schulter operiert wurde. Danach warten mit der TSG Mainz-Bretzenheim (5. 6:4 Punkte) sowie dem Ligaprimus TV Nieder-Olm (10:2 Punkte) alles andere als leichte Aufgaben.

Doch das Auftreten der Ebel-Sieben, die sich nach dem Wechsel vom bisherigen Trainer Philip Rogawski zum Drittligisten TSG Haßloch keinesfalls schockiert und gelähmt gegen die Westpfälzer präsentierte, weckt Hoffnungen auf weitere Erfolge. Womöglich kam die Schwächephase in der zweiten Spielhälfte zum richtigen Zeitpunkt, denn die Mannschaft spürte, dass es in der neu geschaffenen Liga der beiden bisher getrennt agierenden Verbände keine leichten Spiele gibt.

Doch die Tatsache, dass sie sich selbst wieder ins Spiel zurückbrachten und sich von einer auf zwei Tore geschrumpften Führung nicht aus dem Takt bringen ließen, dürfte der Mannschaft einiges an Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegeben haben. Die Gekkos ließen sich diesmal nicht verunsichern, nahmen eigene Fehler im Angriff und leichte Gegenstoßtreffer mit Ruhe hin und starteten dann selbst wieder durch. Darauf darf Ebel aufbauen. Zwar gehörten die letzten beiden Treffer des Abends den Gästen, doch die Mannschaft wurde bereits mit stehenden Ovationen von den eigenen Fans beklatscht.

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