Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal sichern sich dritten Platz mit deutlichem Sieg

HSG-Coach Rogawski .
HSG-Coach Rogawski .

Die Eckbachtaler Gekkos bleiben auf Erfolgskurs. Nach dem Sieg gegen Dansenberg ist der dritte Tabellenplatz sicher. Trainer Rogawski sieht aber noch Potenzial.

Zur Halbzeitpause zeichnete sich der nächste Erfolg der Eckbachtaler Gekkos unter Übungsleiter Philip Rogawski ab. Gegen die mit lediglich einem Auswechselspieler angereisten Gegner aus der Westpfalz blieben die Gekkos weiterhin ohne Punkterfolg. Mit 31:19 (18:10) bestätigte die Rogawski-Sieben ihre Favoritenrolle. Der dritte Tabellenrang ist den Gekkos, die noch zwei Spiele austragen, nicht mehr zu nehmen.

Vor dem Duell mahnte das Trainergespann Philip Rogawski und der nach der Saison pausierende Co-Trainer Mohamed Subab ihre Mannschaft, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Subab hat sich selbst eine schöpferische Auszeit versprochen, „ich möchte mich wenigstens ein Jahr vom Handball etwas zurückziehen, meine Tochter wird immer größer und ich möchte mit ihr und meiner Frau etwas mehr an den Wochenenden unternehmen, sie nicht immer nur in die Sporthallen schleppen, mal in den Wald oder auf einen Spielplatz, das ist glaube ich schon kindgerechter als jeden Sonntag in der Sporthalle von der Tribüne den Papa auf der Bank zu beobachten.“

Grund zur Mahnung gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht, die Regionalligareserve des TuS KL-Dansenberg, lag auch darin, dass diese mit lediglich einem Ersatzspieler angereist war, Dominic Daneker sprang nach einer mehrwöchigen Verletzungspause und als Ü40-Spieler in die Bresche bei den Gästen. „Wir wollten sie nicht unterschätzen, dies ist uns am Ende auch gelungen.“

Die Worte des Trainergespanns schienen die Mannschaft erreicht zu haben, denn aus einer stabilen Deckung heraus gelang es den Gekkos, sich früh abzusetzen. Nach vier gespielten Minuten lautete der Spielstand bereits 3:0 für die Hausherren, während die Gäste sich noch gedulden mussten. Auch wenn einige Treffer der HSG Eckbachtal mit Tempo nach vorne ausgespielt wurden, ärgerte sich Subab darüber, dass die Mannschaft zu früh auf Energiesparmodus umgeschaltet hatte. „Auch wenn wir heute mit zwölf Treffern Unterschied gewonnen haben, ohne überheblich zu klingen, aber das hätte gut und gern mit zwanzig Unterschied enden können.“

Dennoch erkannte er genau wie Trainer Rogawski auch Positives nach dem Spiel. Sie sind sich einig, dass die Mannschaft weiß, dass es am kommenden Wochenende beim Derby gegen die Nordpfälzer anstrengender wird. „Die Wölfe kämpfen über 60 Minuten und bringen auch mehr Tempo mit.“ Doch die Freude über die nächsten beiden Zähler überwog. „Auch wenn wir nicht über die volle Zeit Vollgas gingen, uns vielleicht auch zu sehr der Tempoverschleppung der Dansenberger angepasst zu haben, ist es schön für mich zu sehen, wie meine Mannschaft das Spiel über die volle Zeit unter Kontrolle hatte.“ Rogawski bemerkte dennoch, dass er beim Abschluss das ein oder andere Prozent mehr Wille vermisste. Alle Spieler erlaubten sich den ein oder anderen Fehlwurf aus aussichtsreicher Position.

Die Schiedsrichter verteilten auf beiden Seiten je dreimal Zwei-Minuten-Strafen, doch wirklich hart oder unfair wurde es zu keinem Zeitpunkt. Die ein oder andere Zeitstrafe hätte durchaus „nur“ mit Gelb bestraft werden können, doch die Schiedsrichter blieben ihrer Linie treu und trugen ebenfalls zu einem fairen Handballnachmittag zwischen dem Tabellendritten und dem Schlusslicht der Liga bei. Der dritte Rang bei aktuell 25:11 Zählern ist der HSG Eckbachtal zwei Spieltage vor Schluss der Saison nicht mehr zu nehmen. Der Abstand nach oben zur dritten Mannschaft des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen wuchs durch deren Erfolg gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Ligaprimus HSG Dudenhofen/Schifferstadt auf vier Zähler an. Der direkte Vergleich spricht zudem für das HLZ Friesenheim/Hochdorf III.

Nach unten auf Rang vier und fünf, den die MSG Iggelheim/Meckenheim und der TSV Speyer belegen, beträgt der Abstand fünf Zähler. Doch vorerst gilt die volle Konzentration dem Derby gegen die Nordpfälzer Wölfe am Samstagabend vor heimischer Kulisse. Dort möchte sich die Mannschaft würdig von ihren Fans verabschieden. Ein kleines Rahmenprogramm ist angedacht. Zudem darf davon ausgegangen werden, dass zwischen den Treffern nicht immer wieder längere Pausen stattfinden. Gegen Dansenberg erlaubte sich der Angriff mehrfach mehrminütige Auszeiten.

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