Hockey
Hockey: TG-Herren können am Samstag Aufstieg besiegeln
Macht Hockey-Regionalligist TG Frankenthal am Samstag im Spiel gegen den Zweitplatzierten TuS Obermenzing (14 Uhr) auf dem Jahnplatz in Sachen Meisterschaft alles klar? Oder müssen die Anhänger der Frankenthaler noch bis Sonntag warten, wenn um 12 Uhr Schlusslicht Wacker München zu Gast ist? TG-Trainer Hans-Christian Damm hofft auf eine schnelle Klärung der Titelfrage.
Den direkten Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga würde er am liebsten gleich heute mit einem Sieg gegen Obermenzing klarmachen. Noch sei aber keine Meisterschaftsfeier geplant. „In dieser Beziehung haben wir nichts gemacht“, beteuert Damm. Allerdings gehe die TG optimal vorbereitet in die Spiele am Wochenende. Sechs Punkte Vorsprung haben die Frankenthaler drei Spieltage vor Saisonende vor dem heutigen Gast. Obermenzing bleibt nur mit einem Sieg im Titelrennen. Endet die Partie Unentschieden, hätten die Gastgeber morgen gegen Wacker München einen zweiten „Matchball“.
Zuletzt hat die TG beim Dürkheimer HC und in Mainz Siege eingefahren, jeweils mit 3:2. Allerdings hat die Mannschaft nicht in allen Spielphasen die Dominanz gezeigt, auf die Hans-Christian Damm gehofft hatte. Wobei der Tabellenführer in beiden Spielen ausreichend Chancen hatte, um diese deutlicher für sich zu entscheiden. Gehapert habe es an deren Verwertung. „Vielleicht ist da im Laufe der Saison etwas die Konzentration verloren gegangen“, mutmaßt der Coach. Er stellt aber klar: „Die Spieler wissen genau, um was es geht.“ Und vor heimischem Publikum den „Betriebsunfall“ Abstieg aus der Zweiten Bundesliga wieder rückgängig machen zu können, das motiviere die Spieler besonders.
Manko Chancenverwertung
Was Damm indes nicht so gut gefällt: In den vergangenen Spielen hat sich die TG viele Karten eingehandelt. In Dürkheim musste sie in der Schlussphase in Unterzahl agieren, weil Alexander Cunningham lautstark reklamiert hatte. Auch das könne mit den vergebenen Chancen zusammenhängen, meint Damm. Vielleicht sei da auch die Unzufriedenheit über die eigene Sturmleistung durchgekommen. „Gegen eine bessere Mannschaft wie nun Obermenzing können solche Situationen jedoch spielentscheidend sein“, warnt Hans-Christian Damm. Sein Appell ans Team: „Wir müssen diese Karten vermeiden und zwingender auftreten.“
Auf einer Position wird es am Wochenende eine Veränderung geben: Für Noah Frank, der sich in Mainz einen Muskelbündelriss zuzog, ist die Saison beendet. Für ihn rückt Sebastian Firsching ins Team.
Natürlich hat sich Damm auch Gedanken über das „Was wäre wenn ...“ gemacht. Er rechnet damit, dass der heutige Gegner Obermenzing das Spiel so lange wie möglich offen und eng halten will, um die TG möglicherweise hinten heraus nervös zu machen. Dass der Zweitplatzierte das Spiel gewinnen muss, um im Titelrennen zu bleiben, das könnte wiederum den Frankenthalern in die Karten spielen. Denn so könnten sich für die Gastgeber Räume ergeben, die genutzt werden können.
Vieles sei nun auch Kopfsache, meint der TG-Coach nicht zuletzt mit Blick auf die zweite Partie am Sonntag gegen den Tabellenletzten Wacker München. Man gehe aber als klarer Tabellenführer ins Wochenende. Die TG hat somit auch den Anspruch, dass sich die Gegner nach der Spielweise der Frankenthaler richten müssen und nicht umgekehrt. „Wir wollen mit der nötigen Lockerheit in die Spiele gehen“, betont Damm.
Zur Sache: Die Gegner der TG
„Die Trümpfe liegen klar auf der Seite von Frankenthal. Das Torverhältnis ist ja fast ein weiterer Punkt für die TG. Aber wir wollen die TG ärgern und gewinnen“, sagt Michael Rößner, Trainer des TuS Obermenzing. Er habe darauf gehofft, dass die TG in den Spielen gegen Bad Dürkheim und Mainz Federn lässt, räumt Rößner ein. Das sei jedoch nicht der Fall gewesen. Unter der Woche habe man ein Trainingsspiel gegen Wacker München bestritten. Sein Team sei „heiß“ und wolle die Saison gut abschließen. „Vielleicht bekommen wir ja Münchner Schützenhilfe“, meint Rößner. „Wir fahren ohne Druck nach Frankenthal. Das ist ja oft eine gute Grundlage für ein gutes Hockeyspiel.“
Stephan Köhler, sportlicher Leiter bei Wacker München, hofft dagegen, dass die TG bereits heute gegen Obermenzing die Meisterschaft klarmacht und „danach schön feiert“. Es sei klar, dass Wacker absteige. Die Priorität liege auf dem heutigen Spiel in Mainz, weil da die Punkte einfacher zu holen seien. Im Abstiegskampf wolle man sich fair verhalten. In Frankenthal hoffen die Münchner auf ein entspanntes Spiel. „Die TG ist die beste Mannschaft in der Liga. Da wollen wir das Ergebnis erträglich halten“, sagt Köhler. Die vielen knappen Ergebnisse hätten gezeigt, dass Wacker nicht ganz so schlecht sei, wie es das Tabellenbild ausdrücke. Die Moral im Team stimme.