Frankenthal
Hitze in der Ebert-Schule: Jalousien runter, Fenster auf
Der Auslöser für den Ummut bei Familien: Die Kinder wurden an dem deutlich kühleren Montag danach trotzdem früher nach Hause geschickt – die Wärme hatte sich in dem Gebäude derart gestaut, dass an normalen Unterricht offenbar nicht zu denken war. Stephan Hirt, Leiter der im selben Komplex untergebrachten Realschule plus, berichtete am Dienstag im Schulträgerausschuss von vergleichbaren Problemen in den Klassensälen. Dort hätten Kollegen in nicht gelüfteten Räumen am frühen Morgen Temperaturen um die 32 Grad gemessen.
Die Stadtverwaltung will nach Darstellung von Bürgermeister Bernd Knöppel jetzt erst einmal versuchen, dem mit konventionellen Methoden beizukommen. Bisher seien nämlich Jalousien vor den Fenstern der Friedrich-Ebert-Schule an Wochenenden nicht heruntergelassen worden – aus Furcht vor Schäden an den Lamellen, falls ein Gewittersturm aufzieht. Bei sommerlicher Hitze sollen sie jetzt aber doch geschlossen werden. Hausmeister und Reinigungskräfte würden gebeten, montags vor Eintreffen der Kinder die Fenster zum Durchlüften zu öffnen, so Knöppel.
Sonnenschutzfolie nur „Plan B“
In Betracht gezogen, diese Idee dann aber wieder verworfen habe die Stadt den Einsatz von Sonnenschutzfolie, erklärte der Bürgermeister. Um das Material anzubringen, wäre ein Gerüst notwendig gewesen – verbunden mit entsprechenden Kosten. Ein anderer Nachteil: Im Herbst und Winter seien die Säle wegen der Folie recht dunkel. Auch Klima- oder Lüftungsgeräte für die Räume seien in Anschaffung und Betrieb zu teuer.
Falls Jalousien und Lüften nicht den erhofften Effekt brächten, sei die erwähnte Folie der „Plan B“, sagte Knöppel auf Rückfrage von David Schwarzendahl (Linke). Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) ergänzte, der sturmbedingte Reparaturaufwand für Jalousien sei, gemessen an der Anzahl der in Frankenthaler Schulen verbauten Anlagen, relativ gering. Es gehe letztlich ja auch nur um wenige extrem heiße Tage.