Tennis
Herren 40 der SG Ruchheim/Mörsch/Flomersheim steigen in Oberliga auf
Groß gefeiert haben die Spieler der SG Ruchheim/Mörsch/Flomersheim am Samstag noch nicht. „Es hat sich in Grenzen gehalten“, berichtet Teamkapitän Jochen Petry. „Wir wollen aber noch zusammen eine große Feier machen“, sagt der Ruchheimer, der verletzt in dieser Saison nicht zum Schläger greifen konnte. „Und ich denke, dann wird es feucht fröhlich“, fügt er mit einem Lachen an.
Mit einem 7:2-Erfolg im Derby gegen den TC Grün-Weiss Frankenthal hat sich die SG den Titel gesichert. Die Partie wurde außerplanmäßig zum Heimspiel. Eigentlich hätte das Duell auf der Anlage des TC Grün-Weiss am Strandbad stattfinden sollen. Wegen eines Turniers musste man auf die Anlage des TC Mörsch am Starenweg ausweichen.
Anlage des TCM als gutes Pflaster
Und diese erwies sich als gutes Pflaster. Schon nach den ersten fünf Einzeln stand der Sieger fest. Steffen Schaudt, Bernd Garrecht, Matthias Hänisch, Tobias Käge, Kai-Oliver Bantow und Christian Bohn ließen ihren Kontrahenten keine Chance. Florian Schumacher, Sascha Berndt, Ingo Nehren, Michael Wind, Bernd Vondenhagen und Volker Hoffmann gewannen in den Einzeln zusammen lediglich zwölf Spiele. Am knappsten machte es noch Michael Wind beim 4:6, 3:6 gegen Tobias Käge.
Weshalb sich die SG auch den Luxus leisten konnten und Bernd Garrecht sowie Steffen Schaudt in den Doppeln zu schonen, da beide am Folgetag noch bei den ersten Herren des TC Mörsch ran mussten. So holten Berndt/Nehren und Schumacher/Christian Rummel die beiden Ehrenpunkte im Doppel für Grün-Weiss. Bantow/Bohn sorgten für den siebten Zähler des Meisters.
Klassenverbleib früh gesichert
„Ich bin froh, dass wir die Runde zu Ende spielen konnten“, sagt Jochen Petry erleichtert. Das ursprüngliche Ziel Klassenverbleib hatte die SG schon früh unter Dach und Fach gebracht. Dabei kam ihr entgegen, dass mit dem TC Bad Ems II ein Team bereits vor der Spielzeit abgemeldet hatte. „Bad Ems war für mich der Aufstiegsfavorit Nummer eins“, sagt Petry.
Knackpunkt aus seiner Sicht war der Erfolg gegen den TC Rot-Weiß Worms. Beim 5:4 kam zum einzigen Mal in dieser Medenrunde der ehemalige ATP-Profi Gustavo Carbonari zum Einsatz. Er gewann sein Einzel und auch das Doppel an der Seite von Kai-Oliver Bantow. Letzteres war am Ende der entscheidende Matchgewinn für die SG. „Worms war für mich die stärkste Mannschaft“, sagt Petry. Die Rheinhessen hatten noch das Pech, dass sie beim Spiel gegen Bad Kreuznach/Rheinböllen gleich vier Einzel aufgeben mussten und 4:5 verloren. Zweiter wurde daher der TC Trier, der lediglich gegen den Meister verlor.
Petry als Coach
Petry verlegte sich aufs Coachen. Eine Rolle, die er gerne angenommen hat, wie er erzählt. „Ich bin selbst ein Spieler, der gerne jemanden bei sich hat.“ Bei Steffen Schaudt und Bernd Garrecht musste er allerdings wenig eingreifen. „Die beiden wissen, was sie spielen müssen. Sie waren eine Klasse für sich und zuverlässige Punktgaranten“, lobt er die Mörscher Routiniers. Ebenfalls vom TC Mörsch kommen Tobias Käge und Matthias Hänisch.
Die Ruchheimer Fraktion bildeten Kai-Oliver Bantow, Jens Pellkofer, Sascha Pflüger und Christian Bohn. Bohn sei eigentlich Triathlet, habe aber verstärkt zum Schläger gegriffen, da es für ihn kaum Wettbewerbe gegeben habe, erzählt Petry. Den Ex-Handballer Pflüger bezeichnet er als Ur-Ruchheimer.
„Grösser immer da“
Der TC Flomersheim, der dritte Verein in der SG, war durch Marco Grösser vertreten. „Er ist extra nur für ein Doppel nach Trier gefahren. Das sagt schon alles. Er sorgt für gute Stimmung und ist immer da, wenn er gebraucht wird.“
Neun Akteure seien regelmäßig zum Einsatz gekommen. „Es ist gut, Leute in der Hinterhand zu haben“, sagt Jochen Petry. Eine gewisse Kaderbreite wird die SG, die so bestehen bleibt, auch in der Oberliga brauchen. Doch dafür sieht der Kapitän sein Team gut aufgestellt. Er wolle versuchen, Gustavo Carbonari noch das eine oder andere Mal zusätzlich einzusetzen. Der Italiener habe auch schon Interesse signalisiert. Doch zuerst muss der Aufstieg jetzt noch richtig gefeiert werden.
Zur Sache
TC Grün-Weiss Frankenthal schafft Klassenverbleib
„Es war klar, dass wir um den Klassenverbleib spielen“, sagt Grün-Weiss-Kapitän Sascha Berndt im RHEINPFALZ-Gespräch. Es sei von vorneherein klar gewesen, dass der TC die Partien gegen Bad Kreuznach und Rossbach habe gewinnen müssen. „In beiden Partien haben wir eine sehr starke Leistung in den Doppeln gezeigt“, betont Berndt. In Rossbach entschieden die Gäste nach einem 3:3 nach den Einzeln alle Doppel für sich und entführten so die Zähler. Gegen Bad Kreuznach gingen zwei von drei Doppeln an die Frankenthaler.
„Mehr war nicht drin“, sagt Sascha Berndt. Die beiden Partien nach der langen Sommerpause seien nur noch Zubrot gewesen, da der Klassenverbleib schon vorher klar gewesen sei. Man sei ein bisschen stolz darauf, eine Mannschaft zu haben, in der bis auf Henrik Arnold noch jeder in Frankenthal wohne. „Das macht uns auch aus.“ In der kommenden Spielzeit verfolge man das gleiche Ziel mit einer in der Besetzung identischen Mannschaft. „Mehr ist utopisch“, meint der Mannschaftsführer.