Frankenthal
Hauptfriedhof: Trauerhalle muss saniert werden
Diese stolze Summe nannte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) am Montag im Betriebsausschuss. Er wies darauf hin, dass man während der Bauzeit voraussichtlich mit Trauerfeiern auf einen Container ausweichen müsse. Um die sanierte Halle später besser auszulasten, sei eine Überlegung, dort kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte stattfinden zu lassen.
Auch die unter Denkmalschutz stehende Amalie-Foltz-Halle muss nach Angaben Knöppels gepflegt und gesichert werden. Die Restaurierung der Eingangstreppe gestalte sich schwierig, da die Sandsteine falsch verbaut worden seien. Mit Kosten von rund 1,3 Millionen Euro müsse gerechnet werden. Für eine künftige Nutzung fehle noch ein Konzept. Denkbar sei ein Café oder die Einrichtung eines Kolumbariums, eines Aufbewahrungsorts für Urnen.
Projekt Parkplatz
Als drittes Großprojekt, dessen Kosten aber noch nicht abzusehen seien, nannte Bernd Knöppel den Parkplatz am Haupteingang, der benutzerfreundlicher gestaltet werden solle. Die beim Ein- und Ausparken hinderlichen hohen Bordsteine würden entfernt und Schotterflächen erneuert.
Vergleichsweise gering ist der Betrag von 80.000 Euro, den der EWF lockermachen muss, um 15 Gemeinschaftsgrabanlagen mit einem Bewässerungssystem und sechs mit Rollrasen auszustatten. „Wir wollen den Angehörigen einen pietätvollen und ansprechenden Platz zur Trauer bieten“, hob Knöppel hervor. In heißen Sommern sei das Wässern zeit- und personalintensiv. Adolf-José König (SPD) und Heike Haselmaier (CDU) sprachen von einer sinnvollen Maßnahme. Anne Gauch (Grüne/Offene Liste) wandte ein, dass es durchaus Pflanzen gebe, die nicht bewässert werden müssten.
Fertiggestellt wurde auf dem Hauptfriedhof eine weitere Urnengemeinschaftsanlage, die laut Marietta Mayer, Leiterin des Friedhofswesens, Platz für 284 pflegefreie Grabstätten biete. Auch eine naturnahe Bestattung mittels eines Röhrensystems sei möglich. Ab Oktober könne mit der Belegung der Anlage begonnen werden, berichtete Mayer.