Frankenthal
Handball: SC-Damen ohne Chance, SG-Rumpftruppe siegt in Schwegenheim
Unterschiedlicher hätte das Wochenende für die beiden Handball-Mannschaften in der Pfalzliga der Damen nicht laufen können. Der SC Bobenheim-Roxheim verlor zu Hause 18:31 (9:12) gegen den TuS Heiligenstein. Die SG Lambsheim/Frankenthal gewann mit einer Rumpftruppe 24:21 (14:13) bei der HSG Lingenfeld/Schwegenheim.
HSG Lingenfeld/Schwegenheim – SG Lambsheim/Frankenthal 21:24 (13:14)
Nach dem zweiten Spieltag heißt der Tabellenführer der Handball-Pfalzliga der Damen – SG Lambsheim/Frankenthal. Gut, die Tabelle ist noch etwas schief, weil nicht alle Teams zweimal im Einsatz waren. Aber die Mannschaft von Coach Andreas Scharfenberger ist von den Teams, die schon zweimal ran mussten, das einzige, das noch keinen Punkt abgegeben hat.
Der Sieg bei der HSG Lingenfeld/Schwegenheim ist umso bemerkenswerter, da die Gäste mit einem Rumpfkader angetreten waren. Neun Spielerinnen waren auf dem Spielberichtsbogen. „Im Prinzip haben sieben Spielerinnen durchgespielt“, berichtete Andreas Scharfenberger im RHEINPFALZ-Gespräch. Doch Kondition und Motivation hätten gestimmt. „Ich hab’ immer auf den konditionellen Einbruch gewartet. Aber der kam irgendwie nie“, meinte Scharfenberger und lachte.
Ein spezielles Lob gab’s für Maximiliane Geibel: „Sie hatte einen Granatentag, hat fast alle Eins-gegen-eins-Situationen für sich entschieden“, meinte Scharfenberger. Sie kam auf sechs Tore. Beste Werferin bei der SG war aber Isabell Unterweger mit neun Treffern, davon zwei Siebenmeter. Sie habe vor allem mit ihrer Schnelligkeit die Gegnerinnen immer wieder vor Probleme gestellt.
Die Abwehr hatte zu Beginn noch Probleme mit Ulla Eppel. „Da waren wir zu defensiv. Wir haben aber bald umgestellt, und dann war das Thema erledigt“, meinte Scharfenberger. Und da sich seine Truppe auch nicht die obligatorischen zehn suboptimalen Minuten nach der Pause leistete, fuhr die SG den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein.
SG Lambsheim/Frankenthal: Florentine Geibel - Formanski (2), Bogusz (2), Maximiliane Geibel (6), Sosin, Sauer, Unterweger (9/2), Schön, Lang (5/2).
SC Bobenheim-Roxheim – TuS Heiligenstein 18:31 (9:12)
„Bis zur Halbzeitpause ging’s“, meinte Heiko Breth, Trainer des SC Bobenheim-Roxheim. Bis dahin lag sein Team zu Hause gegen den TuS Heiligenstein 9:12 zurück. Also eigentlich alles im Rahmen gegen ein Team, das Breth zu den Top Drei der Liga zählt. „Wir sind aber über die gesamte Spielzeit nicht mit der offensiven Abwehr des TuS zurecht gekommen“, haderte er. Seine Truppe habe im Angriff einfach zu lethargisch agiert. „Wir haben zu selten die Lücke gefunden“, bemängelte der Übungsleiter. Die Gäste hätten andererseits mit schönem Tempo gespielt. Einmal lag der SC in Führung: nach dem 1:0 durch Meike Menger, die mit acht Treffern beste Werferin der Gastgeber war.
Breth weiß aber auch, an was er unter der Woche arbeiten muss. „Wir müssen mehr in die Bewegung kommen. Es wird in der Liga noch öfter vorkommen, dass Teams offensiv gegen uns decken.“ Nach einem Pass müsse man sofort wieder anspielbar sein, monierte er. „Es fehlt einfach der Zacken Aggressivität.“
„Es war aber klar, dass es eine harte Runde wird.“ Breth musste verletzungsbedingt auf Christina Hörner und Mandy Schneider sowie auf Maria Diemer verzichten. „Da fehlen einfach acht Tore.“ Auch die beiden Torhüterinnen Victoria Beckmann und Arnika Fenselau hätten sich kaum auszeichnen können.
SC Bobenheim-Roxheim: Beckmann (erste Halbzeit), Fenselau (zweite Halbzeit) - Flohn, Stauffer, Görtz (3), Menger (8), Fuchs, Nashan, Stephan, Eckert, Reber (4), Daut, Höchst (3).