Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Rückschlag für „Gekkos“

Eckbachtal war zu keinem Zeitpunkt in Schlagdistanz. In der stärksten Phase nach der Pause warf Carsten Wenzel (vorne) drei Tore
Eckbachtal war zu keinem Zeitpunkt in Schlagdistanz. In der stärksten Phase nach der Pause warf Carsten Wenzel (vorne) drei Tore in Folge. Foto: View

Die HSG Eckbachtal musste am Sonntag einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Koch zog im Kellerduell beim zuvor punktgleichen TuS Dansenberg II mit 16:26 (6:16) den Kürzeren und ist jetzt Vorletzter.

„Dansenberg war von der ersten Minute an präsenter. Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir immer wieder am überragend haltenden Torwart der Dansenberger gescheitert. Und auf der Gegenseite ist unser Plan, Marco Holstein zu stoppen, nicht aufgegangen“, analysierte Koch. Holstein war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Dansenberger. Gemeinsam mit Tobias Wächter, der vier seiner sechs Tore per Siebenmeter erzielte, hatte er großen Anteil am dritten Saisonsieg.

Holstein war in der Anfangsphase kaum zu stoppen, traf zum 2:0, 4:0, 6:1 und 8:2. Die HSG lief von Beginn an einem Rückstand hinterher und kam zu keinem Zeitpunkt in Schlagdistanz. Ihre stärkste Phase hatten die „Gekkos“ unmittelbar nach der Halbzeitpause, als Carsten Wenzel seine Farben durch drei Tore in Folge auf 12:18 (35.) heranbrachte. „Unsere Abwehr kam besser ins Spiel. Und wir haben es geschafft, den Rückstand zu verkürzen. Aber dann häuften sich wieder die technischen Fehler“, erläuterte Koch. „Aufgrund der verletzungsbedingt fehlenden Spieler hat uns dann die Kraft gefehlt, um noch einmal den Anschluss herzustellen.“

HSG kommt nicht mehr heran

Näher als bis auf sechs Tore kamen die Gäste nicht mehr heran. Mit einem 4:0-Lauf zum 22:12 (50.) machte Dansenberg alles klar. „Das war heute unsere schlechteste Leistung seit geraumer Zeit. Dansenberg hat hochverdient gewonnen. Wir müssen nun versuchen, den Kopf wieder hoch zu bekommen. Am Wochenende steht erneut ein ganz wichtiges Spiel für uns an“, sagte Koch mit Blick auf das Heimspiel gegen das noch punktlose Schlusslicht HC Dillingen/Diefflen.

„Unser Torhüter Henning Huber hat überragend gehalten, unsere Abwehr war sehr gut, auch Bastian Wilbrandt und Marco Holstein haben das im Mittelblock super gemacht“, lobte TuS-Trainer Sebastian Wächter sein Team. Auch im Spiel nach vorne ließen die Westpfälzer nicht viel anbrennen. Während Dansenberg II nach dem dritten Saisonsieg erst einmal durchatmen kann, ist die HSG Eckbachtal nun Vorletzter. Der Rückstand auf die zehntplatzierte HSG Kastellaun/Simmern beträgt aber nur zwei Punkte. Der Kreis der vom Abstieg bedrohten Mannschaften reicht bis zum Tabellenachten Vallendar. Die halbe Liga befindet sich im Kampf um den Klassenerhalt.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Huber/Egelhof - Marco Holstein (6), Wächter (6/4), Timo Holstein, Lamotte (je 4), Wilbrandt (3), Dettinger (2), Bohm (1), Jusufbegovic, Grunau, Schulze, Jung, Poloczek

HSG Eckbachtal: Häuselmann/Hahn - Schreiber (5), Betz, Wenzel (je 3), Pozywio (2), Kluzik, Hörner, Staats (je 1), Kassel, Lerzer, Dopp, Quandt, Räuber

Spielfilm: 5:0 (7.), 10:3 (20.), 16:6 (Halbzeit), 18:12 (35.), 22:12 (50.), 26:16 (Ende) - Siebenmeter: 4/4 - 5/2 - Zeitstrafen: 3 - 2 - Beste Spieler: Huber, Marco Holstein - Schreiber - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Antosch/Stadelmeier (Mainz).

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