Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Pfalzligist SG Lambsheim/Frankenthal gewinnt Derby gegen SC Bobenheim-Roxheim

Starker SG-Rückhalt: Torfrau Florentine Geibel.
Starker SG-Rückhalt: Torfrau Florentine Geibel. Foto: BOLTE

In der Handball-Pfalzliga der Damen bleibt die SG Lambsheim/Frankenthal ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. Die SG gewann das Derby gegen den SC Bobenheim-Roxheim 23:20 (12:11). Die Gäste warten dagegen weiter auf den ersten Zähler in dieser Saison.

Es war ein typisches Lokalderby mit einigen Nickligkeiten. Auf beiden Seiten unterliefen den Feldspielerinnen etliche technische Fehler. Alle drei eingesetzten Torhüterinnen hingegen waren sofort zur Stelle. Sowohl Florentine Geibel bei den Gastgebern als auch Arnika Fenselau und Victoria Beckmann bei den Gästen waren für ihre Vorderleute der gewünschte Rückhalt.

Als Folge konnte sich kein Team absetzen. SC-Trainer Heiko Breth haderte hernach mit der Chancenverwertung bei seiner Truppe: „Uns fehlen einfach auch mal die leichten Tor, da macht sich unser Lazarett schon bemerkbar.“ Vor allem der Ausfall von Maria Diemer war bei den Gastgebern spürbar.

Von der Siebenmeterlinie hatten beide Teams Probleme

Hinzu kam, dass der SC drei Siebenmeter verwarf. SG-Coach Andreas Scharfenberger konnte ebenfalls nicht glücklich mit der Strafwurfquote seiner Schützlinge sein: Sechsmal verfehlten die Siebenmeter der SG das Ziel. Das wurmte den Übungsleiter.

Die SG ging mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in Serie in die Partie. Die Scharfenbeger-Sieben war deutlich spritziger. Zufrieden war der Trainer allerdings nicht: „Wir waren weit von den Leistungen der vergangenen Partien entfernt.“ Am Ende stand trotzdem der dritte Sieg in Folge für die SG.

SC findet kein Mittel gegen Isabell Unterweger

Heiko Breth hatte trotz der erneuten Niederlage eine leichte Aufwärtstendenz bei seinen Spielerinnen gesehen. „Wir haben einiges ausprobiert, und das klappte auch schon ganz gut.“ Allerdings: Gegen Isabell Unterweger fand seine Truppe trotz kurzer Deckung kein Mittel. „Sie ist einfach schnell und technisch versiert“, erkannt er die Leistung der SG-Spielerin an, der vier Tore gelangen.

Als die SG kurz nach der Pause auf drei Treffer davonzog, schien die Partie bereits entschieden. Doch der SC kämpfte sich wieder heran und hatte beim 18:18 knapp zehn Minuten vor Schluss wieder ausgeglichen. Und auch beim 20:20 schien ein Punktgewinn noch in Reichweite. Doch die Gastgeber, die über weite Strecken auch ohne die verletzte Cindy Höchst auskommen mussten, holten sich mit drei Treffern in Folge die nächsten beiden Zähler.

Übermütig wird man bei der SG aber nicht. Ziel bleibt der Klassenverbleib. „Dafür sollten 14 Punkte reichen“, rechnet Scharfenberger. „Je früher wir die erreichen, umso besser.“ Sechs sind es mittlerweile schon.

So spielten sie

SG Lambsheim/Frankenthal: Florentine Geibel - Fett, Formanski (1), Bogusz (1), Maximiliane Geibel (5), Sosin, Irmak, Sauer (1), Unterweger (4), Teufert (3/2), Schön (1), Lang (7/3).

SC Bobenheim-Roxheim: Beckmann, Fenselau - Stauffer, Görtz (2/1), Menger (8/4), Fuchs, Nashan (2), Held (1), Reber (4), Daut (3), Höchst

Spielfilm: 3:1 (5.) 5:7 (18.), 11:11 (27.), 12:11 (Halbzeit), 15:12 (36.), 18:15 (45.), 18:18 (51.), 20:20 (55.), 23:20 (Ende) - Siebenmeter: 11/5 - 8/5 - Zeitstrafen: 3 - 4 - Beste Spielerinnen: Florentine Geibel, Sauer, Unterweger, Lang – Fenselau, Beckmann, Reber - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Hilzendegen (Landau).

x