Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Oberligist HSG Eckbachtal verliert unglücklich gegen SV Zweibrücken

Späte Entscheidung: Zweibrückens Marc-Robin Eisel zieht ab und trifft zum 25:26. Die Eckbachtaler Abwehr kann ihn nicht stoppen.
Späte Entscheidung: Zweibrückens Marc-Robin Eisel zieht ab und trifft zum 25:26. Die Eckbachtaler Abwehr kann ihn nicht stoppen. Foto: BOLTE

Ganz knapp sind die Oberligahandballer der HSG Eckbachtal am Sonntagabend an einer kleinen Sensation vorbeigeschrammt. Vier Sekunden fehlten ihnen zu einem Punktgewinn im Heimspiel gegen Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken. Am Ende standen sie nach dem 25:26 (8:14) jedoch wieder mit leeren Händen da.

Eigentlich war alles schon vorbei. Die Zeit auf der Anzeigetafel in der Schulturnhalle Dirmstein war abgelaufen, die Schlusssirene war ertönt. Und der eine oder andere Zuschauer auf der Tribüne hatte sich wohl schon über einen Punktgewinn der „Gekkos“ gegen den Spitzenreiter aus der Westpfalz gefreut.

Doch das Schiedsrichtergespann Thomas Fellinghauer/Peter Schmidt aus Mainz hatte einen anderen Plan. Kurz vor Schluss entschieden die beiden Unparteiischen auf Freiwurf für die Gäste. Die Uhr allerdings lief weiter. Vier Sekunden ließen die Schiedsrichter noch mal auf die Anzeige setzen.

Eisel sorgt für Jubel bei Zweibrücken

Die Zweibrücker nutzten die vier Sekunden für einen letzten Angriff. Und Marc-Robin Eisel sorgte mit seinem Treffer zum 25:26 aus Eckbachtaler Sicht für Jubel beim SV und lange Gesichter bei den Gastgebern. SV-Coach Stefan Bullacher sprach dann auch von einem „mehr als glücklichen Sieg“ seiner Truppe.

Eisels Tor war der Höhepunkt einer Partie, die für die „Gekkos“ und ihre Fans ein Wechselbad der Gefühle war. Sechs Niederlagen in Folge hatte die HSG zuvor kassiert, unter anderem gegen die beiden Aufsteiger TuS Kaiserslautern-Dansenberg II und HC Dillingen/Diefflen. Der SV 64 Zweibrücken hatte sich im bisherigen Saisonverlauf keine Blöße gegeben.

Gute Anfangsphase der „Gekkos“

Doch die HSG Eckbachtal kam sehr gut ins Spiel. Nach zwölf Minuten führte die Sieben von Trainer Thorsten Koch 6:2. Die HSG agierte mit viel Tempo, Julian Pozywio lenkte die Angriffe der Gastgeber auf der Mittelposition. Die Abwehr der „Gekkos“ ließ nur wenig zu. Und Torwart Rouven Hahn war gut aufgelegt. „Das war taktisch nichts“, haderte Bullacher mit der Leistung seines Teams.

Doch nach Pozywios Tor zum 6:2 wirkten die Gastgeber irgendwie gehemmt. Der Favorit riss die Partie an sich und erspielte sich zur Pause eine deutliche 14:8-Führung. Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst die Torhüter das Sagen. Sowohl Hahn auf Eckbachtaler Seite als auch sein Gegenüber Marko Ivankovic taten sich mit einigen Paraden hervor.

Trotzdem holten die Eckbachtaler Treffer um Treffer auf. „Wir haben das Spiel schon fest in der Hand, um es nach der Pause wieder abzugeben“, kritisierte Bullacher sein Team. „Eckbachtal war uns heute kämpferisch um zehn Klassen überlegen.“

Thorsten Koch sah auch einige positive Dinge

Beim 22:22 durch Daniel Hörner (52.) schien ein Punkt für die HSG wieder in Reichweite. Und als Georg Ebel die HSG kurz darauf sogar in Führung brachte (23:22, 54.), schien sogar die große Sensation möglich. Da hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen. Erst recht nicht, als die HSG in der 60. Minute durch Jochen Schloß per Siebenmeter zum 25:25 kam. Doch dann kamen die ominösen letzten vier Sekunden ...

„Das passt irgendwie in die Runde. Wir kämpfen bärenstark, kommen wieder zurück, und am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da“, haderte Thorsten Koch. Positiv bewertete er allerdings, dass einige seiner Spieler mutig agierten. Darauf will er aufbauen. Bereits am Samstag geht es zum Tabellendritten SF Budenheim.

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Hahn, Bullenkamp (bei zwei Siebenmetern) - Schreiber (3), Pozywio (7), Kluzik (2), Kassel (1), Ebel (3), Schloß (7/1), Lerzer, Quandt (1), Dopp, Hörner (1), Räuber, Staats

SV 64 Zweibrücken: Ivankovic (Berz) - Eisel (8/3), Grieser (1), Schwarzer, Bayer (2), Hammann (3), Schaller (4/2), Dettinger (1), Zeller (6/3), Ihl, Alt (1), Wöchler

Spielfilm: 1:2 (4.), 6:2 (13.), 6:8 (18.), 8:14 (Halbzeit), 15:19 (41.), 18:19 (45.), 20:22 (50.), 23:22 (55.), 25:25 (60.) 25:26 (Ende) - Beste Spieler: Hahn, Pozywio, Schloß - Ivankovic, Eisel, Zellmer - Siebenmeter: 2/1 - 10/8, Zeitstrafen: 3 - 4 - Zuschauer: 110 - Schiedsrichter: Fellinghauer/Schmidt (Mainz).

x