Frankenthal
Handball: Oberligist HSG Eckbachtal gewinnt Heimspiel gegen VTZ Saarpfalz 31:29
Erleichterung kurz vor Weihnachten bei der HSG Eckbachtal: Der Oberligist gewann sein Heimspiel gegen die VTZ Saarpfalz 31:29 (17:12) und fuhr damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib ein. Die Gastgeber zeigten vor allem in der engen Schlussphase Nervenstärke.
Groß war die Jubelrunde der HSG Eckbachtal nach Spielende am Mittelkreis. Mit viel Nervenstärke und Entschlossenheit holte das Team von Trainer Thorsten Koch zwei Punkte im Kampf um den Verbleib in der Oberliga. Zwei Zähler beträgt auch nur noch der Abstand der HSG auf den TuS Kaiserslautern-Dansenberg II, der am Wochenende bei der HSG Worms 24:26 verlor.
„Wir waren vor dem Spiel angespannt und standen auch etwas unter Siegzwang“, gestand HSG-Coach Thorsten Koch. Seine Mannschaft kontrollierte die Partie lange. Doch in der Schlussphase kamen die Gäste noch dreimal zum Ausgleich. „Wir haben vorne zu viele Chancen liegenlassen“, monierte Koch. Seine Truppe habe aber dann toll reagiert und sei ruhig geblieben.
Gäste agieren geduldig mit dem siebten Feldspieler
Die Gäste versuchten es mit einer kurzen Deckung von HSG-Torjäger Maximilian Schreiber. „Darauf waren wir aber vorbereitet“, meinte Koch. In der zweiten Halbzeit versuchten es die VTZ mit dem siebten Feldspieler. Das hätten die Gäste dann geduldig und clever ausgespielt. Allerdings konnten sich dadurch auch die Torhüter in die Torschützenliste eintragen: Tobias Häuselmann traf zweimal, Rouven Hahn einmal.
Die Gäste waren nur mit einem kleinen Kader nach Dirmstein gekommen. Das wollte die HSG ausnutzen, den Gegner müde spielen und so zu Fehlern zwingen. „Das hat auch lange sehr gut geklappt. Ich denke, mit einer ähnlich starken Leistung ist auch im letzten Auswärtsspiel in Vallendar etwas drin“, bilanzierte Koch.
Jochen Schloß organisiert die Abwehr gut
Gästetrainer Danijel Grgic war nach der knappen Niederlage kurz angebunden: „Das ist kein Handballfeld sondern eine Vereinssporthalle. Unter diesen Verhältnissen war es schwer, Handball zu spielen. Meine Mannschaft hat alles versucht. Ich mache ihr keinen Vorwurf“, spielte der Coach auf das Harzverbot in Dirmstein an.
In der ersten Halbzeit stand die von Jochen Schloß organisierte Abwehr sehr gut. Aggressiv und mit viel Bewegung wurden die Angriffsbemühungen des Drittligaabsteiger unterbunden und durch Ballgewinne leichte Kontertore erzielt. Wie das 10:5 durch Maximilian Staats (17.).
Schlüsselszene in der 52. Minute
Auch nach der Pause gingen die „Gekkos“ zunächst weiter auf Torjagd und führten durch Carsten Wenzel schnell mit 19:12 (33.). Danach wurde es mühsamer. Timo Kluzik und Maximilian Schreiber hatten einige Fehlversuche. Die Gäste hatten im Angriff ihren Rhythmus gefunden, und kamen mit dem siebten Feldspieler über Außen Richard Wilga oder dem starken Kreisläufer Patrick Bach zum Torerfolg. Bach war maßgeblich an der Aufholjagd zum 24:24 (49.) beteiligt.
Die Schlüsselszene gab es drei Minuten später: Rouven Hahn parierte einen Siebenmeter und hielt auch den Nachwurf von Dominik Rifel. Es wäre das 26:26 gewesen. Stattdessen zogen die Gastgeber im Gegenzug durch Sven Lerzer auf 27:25 davon und verteidigten die Führung bis zum Ende.
Nach dem wichtigen Heimsieg konnte auch Mannschaftskapitän Michael Betz aufatmen. „Wir haben verdient gewonnen und lange gegen die unangenehme Abwehr von Zweibrücken sehr gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir einige freie Chancen nicht genutzt und gegen sieben Feldspieler zu viele Gegentore bekommen.“ Der Sieg gebe Zuversicht für die Rückrunde.
So spielten sie
HSG Eckbachtal: Häuselmann (2), Hahn (ab 43., 1) - Kluzik (3), Lerzer (3), Wenzel (2), Schloß (6/2), Schreiber (8), Pozywio (2), Ebel (1), Staats (3), Dopp, Hörner, Nehrdich
VTZ Saarpfalz: Dörr - Brauns, Michel, Wilga (11/1), Bach (7), Flockerzi, Kraucevicius, Rifel (3/1), Schweitzer (2), Paetow (2), Mikris (4)
Spielfilm: 2:2 (5.) 7:4 (12.), 12:7 (18), 17:10 (26), 17:12 (Halbzeit), 19:12 (33.), 19:15 (38.), 22:19 (44.), 24:24 (49.), 28:28 (57.), 30:28 (58.), 31:29 (Ende) - Zeitstrafen: 3 - 6 - Siebenmeter: 3/2 - 4/2 - Rote Karte: Dopp (58.) - Beste Spieler: Schreiber, Schloß, Häuselmann - Wilga, Bach, Mokris - Zuschauer: 190 - Schiedsrichter: Vasek/Esdar (HSG Hunsrück).