Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Oberligist HSG Eckbachtal empfängt TV Mülheim

Fraglich für das Spiel am Sonntag: maximilian Schreiber plagen Fußprobleme.
Fraglich für das Spiel am Sonntag: maximilian Schreiber plagen Fußprobleme. Foto: BOLTE

Mit einem Heimspiel gegen den vom Verletzungspech gebeutelten TV Mülheim geht es für die HSG Eckbachtal in der Handball-Oberliga weiter. Doch auch die „Gekkos“ sind aus der Niederlage gegen Illtal nicht unbeschadet rausgegangen. Gut möglich, dass sie am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Dirmstein) auf ihren Toptorjäger verzichten müssen.

Hilmar Bjarnasson, Trainer des TV Mülheim, ist schnell fertig, wenn es darum geht, aufzuzählen, wer alles fit ist für Sonntag. Sechs Feldspieler und drei Torhüter hat er im Moment zusammen. Der Rest fällt länger aus: Kreuzbandrisse, Patellasehnenbeschwerden, Meniskus, Knochenbrüche ... „Ich nehme es mittlerweile mit Galgenhumor“, sagt der 37-Jährige.

Er geht das Problem mit Kreativität an. Sein Co-Trainer Christoph Räder werde wahrscheinlich ein Trikot bekommen. „Er ist noch jung“, sagt Bjarnasson über den 36-Jährigen. Und einer der Torhüter werde wohl im Feld zum Einsatz kommen.

„Manchmal werden in solchen Situationen andere Kräfte frei“, orakelt Bjarnasson. Klar, über die Kondition will er die HSG nicht in die Knie zwingen. „Kontrolliertes Tempo“ will er spielen lassen. „Im Angriff dürfen wir uns so wenige Fehler wie möglich erlauben. Und wir müssen gut in der Rückwärtsbewegung sein“, betont der Mülheimer Coach.

Koch: Sind in der Oberliga angekommen

Sein Team ist neben dem SV 64 Zweibrücken die einzige Mannschaft, die noch nicht verloren hat in der Runde. Mit dem entsprechenden Respekt geht denn auch HSG-Coach Thorsten Koch an die Aufgabe ran. Er sieht sein Team in der Oberliga angekommen und macht das an zwei Dingen fest: „Nach der Niederlage gegen Illtal haben sich die Spieler große Gedanken gemacht, warum wir verloren haben. Und auf der anderen Seite haben sich die Illtaler gefreut, dass sie bei uns gewonnen haben.“

Das heißt unterm Strich: „Die Wahrnehmung hat sich verändert. Die Ansprüche bei uns sind gestiegen. Und Illtal musste sich anstrengen.“ Die Gegner nähmen die HSG nach über 20 Punkten in der Vorsaison ernst. „Das haben wir uns erarbeitet“, sagt Koch.

Die erste Halbzeit sei gut gewesen, die zweite gegen die Saarländer weniger. „Die nehmen wir als Lehrstunde mit“, sagt Koch. Bei kurzer Deckung gegen Maximilian Schreiber habe sein Team die Lösungsansätze nicht gut umgesetzt. Und in der entscheidenden Phase habe sein Team klare Würfe vergeben. „Illtal hat das im Stil einer Spitzenmannschaft genutzt. Das Ergebnis ist okay, aber wer’s gesehen hat, weiß, da war mehr drin für uns.“

Im Angriff habe man sich in der zweiten Halbzeit zu sehr auf die Brechstange verlassen. „Dadurch sind die Konzepte hinten runtergekippt“, kritisiert der HSG-Trainer. In der Defensive vertraut er weiter einer 3-2-1-Formation. „Aber die müssen wir clever spielen. Da muss man viel miteinander reden. Die Jungen und Neuen brauchen noch, bis sie die Automatismen drauf haben.“

Fußprobleme: Hinter Maximilian Schreiber ist noch ein Fragezeichen

Jetzt kommt mit dem TV Mülheim das nächste Team aus dem oberen Tabellendrittel. Der habe zwar Rückraumspieler Max Zerwas verloren, aber Julian Vogt übernehme dafür viel Verantwortung. Das macht normalerweise auch Maximilian Schreiber. Doch der Torjäger der „Gekkos“ ist für die Partie am Sonntag fraglich. Er habe Probleme mit dem Fuß, berichtet Thorsten Koch.

Ansonsten hat er wieder die Qual der Wahl. Die Trainingsbeteiligung sei hoch. Alle seien sehr fokussiert. Die Spieler verstünden jetzt, dass nicht jeder spielen kann. Entsprechend intensiver gehe es im Training zur Sache. „Ich habe mehr Rückraumspieler und mehr Kreisläufer, als auf den Spielberichtsbogen können“, sagt Koch. Den Spielern dann zu sagen, dass sie nicht dabei seien, tue umso mehr weh, weil sie ja alle einem Hobby nachgehen. „Aber das ist mein Job“, betont Koch. Am vergangenen Wochenende gegen Illtal traf es Matthias Kassel.

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