Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HSG Eckbachtal ärgert HF Illtal, belohnt sich aber nicht

Augen zu und durch: Nisse Nehrdich (rechts) traf zweimal gegen Illtal.
Augen zu und durch: Nisse Nehrdich (rechts) traf zweimal gegen Illtal. Foto: BOLTE

Nach zwei Siegen in Folge musste die HSG Eckbachtal am Samstagnachmittag wieder eine Niederlage hinnehmen. Im Heimspiel gegen den Vizemeister der vergangenen Saison, die HF Illtal, unterlag das Team von Trainer Thorsten Koch mit 24:27 (15:11). Es wäre jedoch mehr drin gewesen.

In den ersten Minuten der Begegnung war kein großes Abtasten der beiden Mannschaften zu erkennen. Im Gegenteil. Die Teams starteten mit viel Tempo und Druck in die Partie. Nahezu jeder Angriff endete mit einem Tor. Doch knapp zehn Minuten vor der Pause starteten die Gastgeber eine kleine Serie und schossen sich bis zur Halbzeit mit vier Toren in Front. „Da haben wir es versäumt, dran zu bleiben, als wir freie Bälle verworfen haben. Da haben wir den Gegner noch mal stark gemacht“, meinte Gästetrainer Markus Simowski.

Trotz der Führung lief es für einen Eckbachtaler überhaupt nicht: Maximilian Schreiber. Der Spielmacher hatte nach einem Foul Probleme mit dem Fuß. Doch nach kurzer Pause stieg er wieder ins Spielgeschehen ein. Dann jedoch mit Sonderbewachung. „Das hatte ich auf dem Schirm. Das war für mich eine Option, Schreiber rauszuholen“, sagte Simowski. Der Kniff des Trainers funktionierte. Die Manndeckung gegen den Toptorjäger der „Gekkos“ sorgte dafür, dass der Top-Spieler der HSG nicht richtig zum Zuge kam.

Kochs Umstellung wirkte – vorerst

Koch

stellte um und ließ Schreiber fortan auf Linksaußen spielen. „Max ist sehr wichtig in der Abwehr, und dadurch, dass ich ihn auf Außen gestellt habe, konnten wir wieder ganz normal Sechs gegen Sechs agieren und unsere Spielzüge normal spielen“, erklärte der Trainer seine Entscheidung. Doch das funktionierte im Anschluss nicht mehr so gut wie in der ersten Halbzeit.

Die gute Defensivarbeit der Gäste zeigte Wirkung, und auch offensiv klappte bei Illtal nach dem Seitenwechsel mehr. Den Pausenrückstand hatte das Team von Markus Simowski innerhalb von acht Minuten egalisiert. „Am Donnerstag haben wir extra noch ein Trainingsspiel ohne Harz gemacht, das hatte ich eigentlich auch noch nie gemacht“, erklärte er. Man habe es geschafft die eigenen Dinge, die es braucht um ein Spiel erfolgreich zu gestalten umzusetzen und man sei dafür belohnt worden, fügte Simowski hinzu.

Nach der ersten Gästeführung hatte die HSG nicht mehr viel entgegenzusetzen

Sein Team spielte auch nach dem Ausgleich weiter munter nach vorne und ging schließlich in der 50. Spielminute zum ersten Mal in der Partie in Führung. Eckbachtal konnte nicht mehr viel entgegensetzen und Illtal baute die Führung weiter aus, sodass es am Ende ein leistungsgerechtes 24:27 wurde. „Wir sind immer wieder hängen geblieben. Ich hatte das Gefühl, dass der eine oder andere den Kopf hat hängen lassen, weil er gemerkt hat, er kommt nicht durch“, erklärte Thorsten Koch.

Allerdings ist auch er sich bewusst, dass Illtal eine Top-Mannschaft ist. Da muss bei der HSG alles passen, um gegen die Saarländer zu punkten. Die Möglichkeit, den Favoriten zu ärgern, war jedoch da. „In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht. Waren gut in der Abwehr gestanden und hatten eine gute Trefferquote“, bilanzierte Koch.

Doch in der zweiten Halbzeit habe Illtal der HSG den Schneid abgekauft, ergänzte Koch. Er habe aber eine gute Leistung seiner Mannschaft gesehen.

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Häuselmann (ab 42. Hahn) - Schloß (4/1) Michael Betz (1), Schreiber (3) - Staats (2), Kluzik (6) - Ebel (2), Lerzer (1), Thomas Betz (1), Dopp, Pozywio, Hörner (2), Nehrdich (2)

HF Illtal: Näckel - Becker (5), Pfiffer, Kockler (2) - Guther (2), Mees (9/6) - Meisberger (6), Holz (3), Jungblut, Groß, Durmishi

Spielfilm: 9:7 (17.), 15:11 (Halbzeit), 20:20 (48.), 24:27 (Endstand) - Zeitstrafen: 1/3 - Siebenmeter: 2/1 - 6/6 - Beste Spieler: Kluzik, Michael Betz - Becker, Mees, Meisberger - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Albes/Müller (Nierstein).

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