Frankenthal Handball: „Gekkos“ wollen „Drachen“ zähmen

Trainingsweltmeister, der voran geht: Eckbachtals Kreisläufer Mohamed Subab ist einer der wichtigsten Spieler für Trainer Thorst
Trainingsweltmeister, der voran geht: Eckbachtals Kreisläufer Mohamed Subab ist einer der wichtigsten Spieler für Trainer Thorsten Koch.

Die zweite Heimpleite der Saison gegen die SF Budenheim ist abgehakt. Am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Dirmstein) haben die Oberliga-Handballer der HSG Eckbachtal gleich die Chance, dem eigenen Publikum zu zeigen, dass sie es besser können. Gegner ist die HSG Worms. Und da haben die „Gekkos“ noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen.

25:48 verlor Eckbachtal in der Nibelungenstadt. Und trotzdem: In der Tabelle sind die „Gekkos“ vor den „Drachen“. Aufsteiger Eckbachtal ist auf Platz zehn, Worms auf Platz 13. Das nimmt Eckbachtals Trainer Thorsten Koch zur Kenntnis. Er betont im gleichen Atemzug aber auch, dass Worms eigentlich nicht da unten rein gehört. „Im Moment bringen wir nur 40, 50 Minuten auf die Platte. Ein Handballspiel dauert aber nun mal 60 Minuten“, geht Marco Tremmel, Coach der „Drachen“, auf Ursachenforschung für die Ergebniskrise. Sein Team belohne sich einfach nicht für gute Leistungen. Viele knappe Niederlagen habe es gegeben. „Deswegen stehen wir da unten.“

Mehr Biss erwartet

Sein Pendant Thorsten Koch will dann auch trotz der Tabellensituation nichts von der Favoritenrolle wissen. Er hofft vielmehr, dass sein Team eine Trotzreaktion auf die Niederlage vom vergangenen Wochenende zu Hause gegen Budenheim zeigt. Er habe mehr Gegenwehr, Biss und Aggressivität von seiner Truppe erwartet. Am Ende sei das 21:33 durch eine Mischung aus der Stärke des Gegners und der eigenen Schwäche zustandegekommen. „Vielleicht haben wir die falschen Lösungen angeboten.“ Doch Budenheim sei abgehakt. Und jetzt warte mit Worms gleich wieder ein undankbarer Gegner. Die Rheinhessen seien eine top Truppe mit einem top Trainer. „Vom Personal her müsste Worms eigentlich unter den ersten Vier stehen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand in der Oberliga die Mannschaft für den Abstiegskampf auf dem Zettel hatte“, meint Koch. „Wir sind heiß auf die Revanche“, sagt Mohamed Subab. Der Kreisläufer in Diensten der „Gekkos“ ist laut Thorsten Koch „der Trainingsweltmeister“ der Mannschaft. In der bisherigen Saison habe der 38-Jährige erst eine Einheit verpasst. „Das ist wie bei einem Auto. Das muss man auch pflegen“, sagt der Routinier. Der Trainingsfleiß zahlt sich aus. Subab gehört zu den Spielern, auf die sich der Übungsleiter immer verlassen kann. „Er marschiert im Moment vorneweg“, lobt Koch seinen Schützling. Subab sei ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft.

Koch: "Wir haben noch Verbesserungspotenzial"

Diese habe derzeit eine gewisse Lockerheit. „Aber sie konnte sich bislang auch immer wieder auf den Punkt konzentrieren“, hofft Koch auf eine Leistungssteigerung. „Mit dem Auftritt gegen Budenheim konnte keiner zufrieden sein.“ Mohamed Subab geht sogar noch etwas weiter: „Das war in der ersten Halbzeit eines unserer schlechtesten Spiele.“ Gegen Worms will Thorsten Koch ein gutes Spiel seiner Mannschaft sehen. „Wir haben noch Verbesserungspotenzial.“ Die Fehler aus der Partie gegen Budenheim sollen zum Lernen dienen. Auch für die Fans fordert Koch, dass die Mannschaft wieder ihr wahres Heimgesicht zeigt. Sieben Heimsiege stehen bislang auf dem Konto. Da steigt auf der Tribüne natürlich auch etwas die Erwartungshaltung. Die Leistungen werden aber honoriert. In den letzten Wochen kommen durchschnittlich 200 Fans in die Dirmsteiner Halle.

Gegner im Halbfinale des Pfalzpokals steht fest

Dass seinen Spielern so oft auf die Schultern geklopft wird, mag Thorsten Koch gar nicht. „Die Gefahr ist, dass wir uns auf der Zufriedenheit ausruhen. Da mache ich gerne ein bisschen den Mahner.“ Denn sollte es wirklich am Ende drei Absteiger geben, sieht er seine Truppe noch mit im Rennen. „Die Runde ist noch nicht durch“, warnt Koch. Aber bislang habe sein Team das Optimale aus der Saison rausgeholt. „Wir sind im Plus. Und das ist dann auch besser, als immer mit dem Druck, gewinnen zu müssen, in die Spiele zu gehen. Fest steht für die HSG Eckbachtal mittlerweile auch der Gegner im Halbfinale des Pfalzpokals. Da muss die Truppe zur TS Rodalben.

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