Frankenthal Grau: Notfallversorgung muss effektiver werden

Die Bereitschaftspraxis in Frankenthal soll ab Januar schließen.
Die Bereitschaftspraxis in Frankenthal soll ab Januar schließen.

Der Bundestagsabgeordnete Armin Grau (Grüne), der den Wahlkreis Ludwigshafen-Frankenthal in Berlin vertritt, bedauert die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) angekündigte Schließung der Bereitschaftsdienstpraxis in Frankenthal zum 1. Januar. Dass die medizinische Versorgung der Bevölkerung immer gewährleistet sei und die Notfallambulanzen der Kliniken nicht über Gebühr beansprucht würden, sei wichtig, schreibt der Altriper, der Chefarzt der Neurologie am Ludwigshafener Klinikum war, in einer Pressemitteilung. Der Politiker zeigt Verständnis für die Reaktion der KV auf ein Urteil des Bundessozialgerichts, das den Status der in den Notdienstambulanzen beschäftigten Poolärzte verändert. Die Beachtung der Sozialversicherungspflicht sei richtig, sagt Grau. „Unser Sozialversicherungssystem lebt von der Solidarität. Es wäre problematisch, immer weitere Ausnahmeregelungen für immer mehr Berufsgruppen zu schaffen.“ Grau hofft, „dass unter veränderten Vertragsbedingungen viele der bisherigen Poolärzte wieder in den Bereitschaftspraxen arbeiten werden und das Angebot bald wieder auf das alte Niveau ausgedehnt werden kann“. Der Abgeordnete kündigt an, dass die Notfallversorgung im Bund im Rahmen einer Reform angegangen werde. „Angesichts der hohen Belastung der Ärzte und des Fachkräftemangels müssen die Strukturen in der Notfallversorgung effektiver werden und besser aufeinander abgestimmt sein.“

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