Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel Gerolsheim verliert gegen Kuhardt und bangt um Zweitliga-Qualifikationsrunde

Kämpfte konzentriert um den Vorsprung: Uwe Köhler.
Kämpfte konzentriert um den Vorsprung: Uwe Köhler.

Mit 3:5 (2814:2824) behielt der KSV Kuhardt im Pfalzduell der Kegel-Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden die Oberhand gegen den TuS Gerolsheim. Eine schmerzhafte Niederlage für die Gerolsheimer im Topspiel mit Blick auf die Qualifikation zur Zweiten Bundesliga. Doch das Ziel abschreiben will das Team aus dem Leiningerland noch nicht.

Die beste Mannschaft aus Rheinland-Pfalz wird nach den Meisterschaftsspielen die Qualifikation zur Zweiten Bundesliga bestreiten. Noch vier Spiele hat der TuS Gerolsheim vor der Brust. Nach der Niederlage gegen die KF Sembach vor zwei Wochen hat der Tabellenvierte TuS Gerolsheim nun erneut auf eigenen Bahnen gegen den Tabellenfünften Kuhardt wertvollen Boden verloren. Drei Punkte Rückstand sind es nun auf die beste Vertretung aus Rheinland-Pfalz, KF Sembach. Dort treten die Gerolsheimer am nächsten Spieltag an. „Da müssen wir einen auspacken und hoffen, dass Sembach in einem der anderen Spiele noch Federn lässt“, sagt Mannschaftsführer Kevin Günderoth kämpferisch.

Dass er sich über die Niederlage gegen Kuhardt ärgerte, räumte Kevin Günderoth unumwunden ein. Die Niederlage kam erst auf den letzten Metern zustande. Wie eng es war, zeigt, dass am Ende gerade einmal zehn Holz über den Gesamtsieg entschieden haben. Diese zehn Holz bescherten den Gästen zwei zusätzliche Mannschaftspunkte.

Überragende 660 Holz

Das lag auch daran, dass es am Samstag keinem der TuS-Akteure gelang, die 600er-Marke zu knacken. Der KSV Kuhardt hatte mit Markus Wingerter, der 660 Holz abräumte, den mit Abstand besten Spieler in seinen Reihen. Das erkannte auch Kevin Günderoth neidlos an. „Überragend“, meinte er zu dessen Leistung. Wingerter setzte sich im Duell gegen Christian Mattern durch, der in den vergangenen Wochen eine Bank für einen Mannschaftspunkt war, mit 594 Holz noch ein gutes Ergebnis erzielte, aber eben einige Holz weniger als in den Spielen zuvor. Holger Mayer (560) sicherte sich im Starterpaar aber den Mannschaftspunkt gegen Stefan Reinle (520). 26 Holz Rückstand bei der Übergabe auf das nächste Paar ließen alles offen.

Jürgen Staab (595) gewann den Mannschaftspunkt gegen Sascha Leicht (549), während Christian Buck (569) sich gegen Patrick Jochem (584) geschlagen geben musste. Bei Buck waren an der einen oder anderen Stelle noch einige Holz mehr drin. Doch auch so drehten die beiden Gerolsheimer auf der letzten Bahn das Gesamtergebnis für den TuS ins Positive. Fünf Holz betrug der Vorsprung bei der Übergabe auf das letzte Paar.

Bahndefekte sorgen für Pausen

Wäre der Vorsprung gehalten und noch ein Mannschaftspunkt dazu gekommen – die Partie wäre siegreich für die Gastgeber ausgegangen. So war die simple Rechnung von Christian Mattern, als das Schlusspaar auf die Bahnen ging. Doch Kevin Günderoth konnte nicht die Holzzahl der vergangenen Wochen gutmachen. Er sicherte sich zwar mit 594 Holz den Mannschaftspunkt gegen Philipp Braun (588), doch Uwe Köhler/Bernd Günderoth (518) verloren zu viele Holz gegen Nicolai Bastian (552).

Dass es am Ende zu einigen Bahndefekten und damit verbundenen Pausen kam, daran wollte Kevin Günderoth die Gesamtniederlage nicht festmachen. Im Gegenteil: „Die Pausen haben mir geholfen, mich neu zu fokussieren.“ Aber auf der vierten Bahn räumte der Kapitän „nur“ 41 Holz ab. In dieser entscheidenden Phase war sein Gegenüber mit 61 Holz besser.

Zuversicht bei Kevin Günderoth

Kurz nach der Partie war Kevin Günderoth mit seinen Mannschaftskollegen schon in der Nachanalyse: „Wir sind eine gute Truppe hier“, zeigte er sich zuversichtlich, dass das Team auf der Zielgeraden doch noch die Qualifikation zur Zweiten Bundesliga erreichen könne.

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