Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Gelbe Säcke werden knapp

In Frankenthal werden bis Jahresende weniger gelbe Säcke ausgegeben. Der Verbrauch in der Stadt ist zu hoch. Vermutlich werden d
In Frankenthal werden bis Jahresende weniger gelbe Säcke ausgegeben. Der Verbrauch in der Stadt ist zu hoch. Vermutlich werden die Säcke nicht nur für den vorgesehenen Müll verwendet.

Die gelben Wertstoffsäcke werden in Frankenthal Mangelware. Bis zum Jahresende muss die Abgabe an Privathaushalte und Gewerbebetriebe deutlich reduziert werden.

Plastikbecher, Lebensmittelverpackungen, Konservendosen, Alufolien – all das wird in gelben Säcken entsorgt. Doch in Frankenthal muss nun mit den Beständen besser gehaushaltet werden. Denn die Lagerbestände beim Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF) sind ausgedünnt. „Die Verknappung kann nur durch eine kontrollierte Ausgabe der Restbestände aufgefangen werden“, erklärte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) im Betriebsausschuss.

So stehen ab sofort am Seitenausgang des Rathauses nur noch acht statt bislang 40 Kartons pro Woche zur Verfügung. Auch Gewerbetreibende erhalten in der EWF-Betriebsstätte in der Ackerstraße bis auf Weiteres nur noch fünf Rollen anstelle eines ganzen Kartons. Rund 1,7 Millionen gelbe Säcke werden jährlich von der mit der Sammlung der Leichtverpackungsabfälle beauftragten Firma Jakob Becker den Frankenthaler Haushalten und Gewerbebetrieben zugeteilt. Dies geschieht kostenlos, da die Entsorgung bereits mit dem Produktkauf bezahlt wird.

Verbrauch über dem Bundesdurchschnitt

Dieses Kontingent liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, wonach pro Einwohner im Jahr rund 30 Kilogramm Leichtverpackungsabfälle erfasst und entsorgt werden. Hierfür würden pro Haushalt maximal zwei Rollen jährlich ausreichen. Nach Feststellungen des EWF versorgen sich die Frankenthaler allerdings mit fast 90 Säcken – theoretisch ausreichend für eine Pro-Kopf-Abfallmenge von 69 Kilogramm pro Jahr.

Zu den Gründen für diesen deutlichen Mehrverbrauch führte Bernd Knöppel aus, dass die gelben Säcke oftmals nicht nur für Verpackungsabfälle des Dualen Systems Deutschland (DSD) genutzt, sondern als „kostenloser“ Abfallsack zweckentfremdet würden. Beispiele seien die Verwendung als Restmüllsack, Laubsack, Altkleidersack, Regenschutz für Tomatenpflanzen und vieles mehr. Weiterhin sei festzustellen, dass im gelben Sack oftmals unwissentlich oder auch wissentlich Abfälle entsorgt würden, die nicht dem DSD zuzuordnen seien. Um dem entgegenzuwirken, sei in diesem Jahr die auch in Frankenthal präsente Kampagne „Deutschland trennt“ gestartet worden.

Bürgermeister Knöppel richtete den Appell an die Bürger und Gewerbebetriebe, die gelben Säcke nur noch für Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien zu nutzen.

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