Handball
Gekkos laufen in die richtige Richtung
Mit 22:20 (11:9) behielt seine Mannschaft bei den Südpfalz Tigern die Oberhand und durch den Wunsch des eigentlich kommenden Gegners, der TG Waldsee kommt es nun zu einer verlängerten Herbstpause.
Rogawski nimmt es gelassen, ist der Grund der gewünschten Spielverlegung doch ein schöner, einer der Gästespieler heiratet just am angedachten Spieltermin. Und da er seine Mannschaft zur Hochzeit eingeladen hat, baten die Verantwortlichen der TG Waldsee um eine Spielverlegung, dieser stimmten die Gekkos umgehend zu.
Den Erfolg bei der zweiten Garnitur der Südpfalz Tiger wollte Rogawski nicht überbewerten. Die Frage, ob man nun in der Liga angekommen sei, wollte er nicht mit Ja beantworten. Vielmehr verwies er auf den Umbruch bei der HSG Eckbachtal hin; „Wir kommen immer mehr dahin, wohin wir wollen, doch ein Umbruch benötigt einfach seine Zeit. Wenn wir uns diese nehmen, uns von außen keinen Druck aufbauen lassen, dann gelangen wir genau dort hin, wo unser Ziel ist.“
Diese Zeit soll der neue Trainer auch erhalten, von der Vereinsführung wird hier keinerlei Druck ausgeübt. Die jetzt durch die Spielverlegung längere Pause möchte Rogawski mit seiner Mannschaft nutzen, um weiter an sich zu arbeiten, der nächste Einsatz ist erst wieder am 3. November. Dann empfangen die Gekkos die HSG Kaiserslautern, „Wir nutzen die Pause, hätten das Spiel allerdings auch durchgezogen. Wir schauen erst einmal nur auf uns und nicht auf die Tabelle“, sagt der Coach.
Die Gekkos fanden gegen die Südpfalz Tiger gut und schnell ins Spiel. Nicht selten benötigten sie in der Vergangenheit einige Minuten, um ins Spiel zu finden, rannten so oft einem Rückstand hinterher. Diesmal waren sie es, die die Begegnung von Beginn an an sich rissen, Trainer Rogawski lobte seine Defensivabteilung vor allem in der ersten Spielhälfte, „In den ersten 30 Minuten brachten wir die Hausherren ständig unter Stress. Genau das ist es, was ich mir wünsche. Da waren wir schon verdammt nah an unseren Zielen.“ Ebenfalls lobenswert fand er, dass auch aufgrund der guten Torwartleistung von Tobias Schipper die erste Welle oft zu leichten Toren kam.
Dennoch ist noch lange nicht alles Gold, was glänzt, denn so verpassten die Gekkos ihren Drei-Tore-Vorsprung, den sie sich früh herausspielten (3:0; 4:07) auszubauen, vielmehr gerieten sie nur kurze Zeit danach mit 3:4 in Rückstand. Doch nur wenige Angriffe später lagen die Gekkos mit 9:6 in Front, der Abstand war wieder hergestellt. Diesen Vorsprung baute die Rogawski-Sieben zwischenzeitlich gar auf fünf Tore aus, doch am Ende wurde es noch einmal etwas enger, auch wenn sich der Übungsleiter hier weniger Sorgen um den doppelten Punkterfolg machte. Er nahm kurz vor dem Ende noch eine Auszeit und wollte einfach nur Ruhe ins Spiel bringen.
Die Schiedsrichter, die früh zu Roten Karten griffen, bereits in der in ersten Spielhälfte erhielt Marc Wendler, bis dahin mit zwei Treffern erfolgreich, eine direkte Rote Karte, anfangs der zweiten Spielhälfte erhielt Jona Rogawski (38.) ebenfalls eine Rote Karte, auch er traf zuvor zweimal. „Wenn sie die erste geben, müssen sie auch die zweite geben, sie sind so ihrer Linie treu geblieben, mit jeweils Zwei-Minuten-Strafen wäre ich auch einverstanden gewesen“, sagte Rogawski, der sich nicht weiter über die Neutralen auslassen wollte.
Bei den Gekkos nimmt man die beiden Zähler nun ebenso an wie die Pause, sie scheinen nicht nur in Sachen Umbau geduldig, auch in Sachen Spielplan nehmen sie es gelassen. Diese Gelassenheit spricht für sich, denn bei der HSG Eckbachtal scheint man sich bewusst, worin die Stärken liegen.