Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Trio mit Ambitionen in B-Klasse Rhein-Pfalz Nord

Enttäuschung pur: die Lambsheimer nach der Niederlage im Elfmeterschießen im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen KSV Amed Ludwig
Enttäuschung pur: die Lambsheimer nach der Niederlage im Elfmeterschießen im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen KSV Amed Ludwigshafen. In dieser Saison will die Eintracht wieder oben angreifen. Archivfoto: BOLTE

Wer macht das Rennen in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord in dieser Saison? Favorit ist für viele der A-Klasse-Absteiger TuS Sausenheim. Der TSV Eppstein will vorne mitspielen. Ebenso Eintracht Lambsheim, aber hier muss man abwarten, wie die Mannschaft das Scheitern in den Aufstiegsspielen verkraftet hat. Nach Platz vier in der Vorsaison will sich Vatanspor Frankenthal oben etablieren.

B-Klasse Nord

Eintracht Lambsheim

„Das hätte ich mir anders gewünscht“, sagt Eintracht-Trainer Tobias Hoffmann zum Knaller-Auftakt gegen den TuS Sausenheim in der B-Klasse für den Zweiten der Vorsaison. „Die denkbar schwierigste Aufgabe“, meint auch Hoffmanns „Co“ Sebastian Schreier. Aus den Köpfen der Spieler sei das am Ende dramatische Scheitern um den Aufstieg der A-Klasse noch nicht raus, sagen die Trainer unisono. Die Mannschaft ist bis auf Patrick Böhm (Weisenheim) zusammengeblieben. Doch es gibt bereits Verletzungsprobleme – Timo Ketterl und Sebastian Schreier werden fehlen. „Es ist schwer zu sagen, wo die Reise hingeht. Viel hängt jetzt von dem Auftakt ab. Eine Prognose vor Saisonbeginn ist schwer. Klar ist, dass wir alle hoch wollen“, sagt Schreier. Dass es die Eintracht drauf hat, oben mitzuspielen, hat sie bewiesen. Neu bei der Eintracht sind Patrick Dörzenbach (VfL Neustadt), Lorenz Kirsch (FV Freinsheim) und Wiedereinsteiger Marc Betz, ein gefühlter Neuzugang.

Eintracht Lambsheim - TuS Sausenheim, Sonntag, 15 Uhr

TSV Eppstein

Der Vorjahresdritte will oben mitmischen. Platz eins bis vier gibt Trainer Uwe Naßhan als Saisonziel vor. Der Kader sei üppig. „Wir haben viel getestet.“ Doch auch das Verletzungspech hat schon zugeschlagen. Daniel Staiber hat sich die Hand gebrochen, Steffen Rittmann hat sich, genau wie Timo Liese, einen Bänderriss zugezogen. David Rittmann habe kaum trainieren können, Patrick Maginot habe Achillessehnenbeschwerden, zählt der Coach auf. Der TSV verfüge vielleicht nicht über die spielstärkste Mannschaft, aber der Geist und die Kameradschaft stimmten. Neu dazugekommen sind Fabian Hägle, Jannik Hix, Raphael Wald (alle A-Jugend), Markus Nägle (vereinslos), Marco Kern, Dennis Stuck (beide ASV Edigheim) und Dietmar Kentnowski (DJK Eppstein). Der TSV startet erst am 8. August (19.30 Uhr) in Bockenheim. „Gleich ein Prüfstein“, sagt Naßhan, für den Sausenheim der große Favorit auf den Titel ist.

ASV Mörsch

Mit Zuversicht geht Trainer Thomas Drescher mit seiner Truppe in die Saison. Einige neue Spieler haben sich dem Team vom Petersauer Weg angeschlossen. Mit Benjamin Brandau einer, der beim SV Weisenheim schon Bezirksliga- und A-Klassen-Erfahrung gesammelt hat. Mit ihm kommt sein Bruder Timo Brandau. Die Brandaus bringen Erfahrung und jugendlichen Elan. Benjamin ist 32, Timo ist 21 Jahre. Drei neue Spieler kamen aus Studernheim: Raphael Maurer, Tim Arneth und Liberio Gentile. Ziel ist es laut Drescher, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Die Mannschaft hat einen guten Charakter, die Trainingsbeteiligung war in der Vorbereitung gut“, freut sich der Trainer. Menschlich und fußballerisch passe es derzeit. Start ist – schön für Benjamin Brandau – mit einem Heimspiel gegen den SV Weisenheim II.

ASV Mörsch - SV Weisenheim/Sand II, Sonntag, 15 Uhr

DJK Eppstein II

An den letzten neun, zehn Spieltage der Saison hätte Florian Vogel gerne einen ruhigen Job auf der Trainerbank, denkt der Coach schon weit voraus. „Es wäre schön, wenn wir frühzeitig das Thema Klassenerhalt abhaken könnten.“ Aufgrund der Neuzugänge in der ersten Mannschaft hofft Vogel darauf, personell besser aufgestellt zu sein als in der Vorsaison. „Wir müssen weniger Spieler abgeben, der eine oder andere aus der ersten Mannschaft wird uns wohl verstärken.“ Die Klasse sieht er stärker als in der vergangenen Spielzeit, weil mit Ebertsheim und dem VfR Frankenthal II zwei bärenstarke Aufsteiger dazugekommen seien. Zudem seien aus der A-Klasse Sausenheim und Dirmstein abgestiegen. Den Start auf dem Hartplatz bei Vatanspor sieht Vogel als gutes Omen: „Da sind wir auch im Vorjahr gestartet und haben gewonnen.“

Vatanspor Frankenthal - DJK Eppstein II, Sonntag, 15 Uhr

VT Frankenthal

Trainer Sacha Kihm ist froh, dass viele verletzte Spieler der Vorsaison den Weg zurück ins Team gefunden haben oder dabei sind zurückzukehren. „Das ist dann so, als ob wir Neuzugänge hätten.“ Es gibt einen echten Neuen bei den Aktiven – und der kommt aus der Jugend: Patrick Wägner. Starten wird die VT bei Aufsteiger Ebertsheim, einer Mannschaft, die in der C-Klasse vor allem in der Offensive geglänzt hat. „Die sind schwer einzuschätzen“, sagt Kihm. „Wir müssen auf uns schauen.“ Er wolle mit der Mannschaft weiter daran arbeiten, die Leistung zu stabilisieren. „Wir wollen möglichst einen Mittelfeldplatz holen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

TSV Ebertsheim - VT Frankenthal, Sonntag, 15 Uhr

Vatanspor Frankenthal

Der richtige Härtetest für Vatanspor war das Verbandspokalspiel gegen Gundersheim (0:5) am Dienstag. Viele Spieler sind noch in Urlaub, werden es laut Trainer Onur Saglam auch noch in den ersten Wochen der Meisterschaft sein. Trotzdem sagt Saglam: „Wir hatten eine gute Vorbereitung.“ Die Mannschaft holte in der Vorsaison als Aufsteiger einen überraschenden vierten Platz in der Endabrechnung. „Den wollen wir in dieser Saison toppen“, gibt Saglam angriffslustig als Ziel vor. Mit einer Niederlage gegen die DJK Eppstein II – wie im Vorjahr – wollen die Kicker sicher nicht wieder starten.

Vatanspor Frankenthal - DJK Eppstein II, Sonntag, 15 Uhr

VfR Frankenthal II

Aufsteiger VfR Frankenthal II bestreitet am Freitagabend quasi das Saisoneröffnungsspiel der Klasse gegen den FV Freinsheim II im Ostparkstadion. Trainer Martin Wohlschlegel ist zufrieden mit der Vorbereitung: „Wir haben alles gewonnen.“ Erstes Ziel der zweiten Mannschaft sei es, die jungen Spieler weiterzuentwickeln. Wo im Endeffekt die aus der A-Jugend gekommenen Akteure eingesetzt werden, müsse sich zeigen. „Eins ist aber klar: Je jünger sie sind, desto mehr Spielzeit brauchen sie.“ Deshalb sei es besser, wenn die Nachwuchsspieler in der zweiten Mannschaft spielen, als in der ersten auf der Bank zu sitzen. Eine Entscheidung scheint aus genau diesem Grund gefallen: Torwart Marvin Bonomo spielt in der „Zweiten“. „Der Junge ist gut, könnte auch in der ,Ersten’ spielen, aber er muss ausreichend Spielpraxis sammeln.“ Für seine junge Mannschaft sieht Wohlschlegel die Klasse als Herausforderung. „Da gibt es viele Derbys. Das ist schön.“

VfR Frankenthal II - FV Freinsheim II, Freitag, 19 Uhr

SC Bobenheim-Roxheim II

13 Neuzugänge verzeichnet der SC II laut Trainer Marius Heydasch. Mit einem Durchschnittsalter von rund 22 Jahren stehe ihm eine sehr junge Truppe zur Verfügung. „Wir brauchen vielleicht erst eine Findungsphase, werden unter Umständen anfangs ein wenig Lehrgeld zahlen“, meint der Coach. Allerdings gibt es mit Lars Heinevetter (Herrnsheim) sowie dem Trio Pascal Vogt, Nils Gansert und Cemil Heilmann (alle aus Dirmstein) auch Neuzugänge mit A-Klassen-Erfahrung. Aber Heydasch peilt mindestens Platz sieben an. Auf diesem hat der SC II die Vorsaison abgeschlossen. „Wenn es mehr wird, ist es schön.“ Schließlich sei die Liga stärker geworden, was ihn persönlich aber freue. „Es kribbelt, wir haben Bock“, betont Heydasch. Der SC II startet erst am zweiten Spieltag zu Hause gegen Mörsch (11. August, 13 Uhr). Das Spiel gegen den TSV Eppstein wurde verlegt.

TuS Dirmstein

Der TuS hat sich im Schlussspurt laut Interims-Spielleiter Christian Beller qualitativ und quantitativ doch noch verstärkt. Die Voraussetzungen waren schwierig, weil erst spät die Weichen gestellt wurden, wie es mit dem Verein weitergeht. Der „Königstransfer“ ist laut Beller die Heimkehr des Dirmsteiners Nico Kemmler. Er kommt vom Verbandsligist TSV Gau-Odernheim zum TuS Dirmstein. „Letzte Saison hat Nico in 17 Saisonspielen 15 Tore in der A-Jugend-Verbandsliga geschossen“, erläutert Beller. Kemmler hat aber laut Jürgen Weyrauch, der derzeit die Übungseinheiten für Coach Michael Schulze-Bodes leitet, verletzungsbedingt noch gar nicht trainiert. Weiterhin wurden verpflichtet: Cristian Olariu (Rumänien), Anwar Mohammadi, Hesamodin Mohammadi (beide Pirates FC Frankenthal) und Cezar Alexandru Varlan (Rumänien). Weyrauch rechnet damit, dass sich die Dirmsteiner Vorbereitung noch Wochen in die Meisterschaft hineinzieht. Die Mannschaft müsse sich erst finden. Klasse ist für Weyrauch, dass sich einer wie Patrick Langohr dafür entschieden habe, in Dirmstein zu bleiben. Die Mannschaft brauche erfahrene Spieler.

TSV Bockenheim - TuS Dirmstein, Sonntag, 15 Uhr

B-Klasse Rhein-Pfalz Süd

SV Studernheim

In Studernheim steht – mal wieder – ein Neuanfang an. Doch Trainer Giuseppe Amato freut sich darauf. Acht Abgängen stehen fünf Neue gegenüber. Üzdal Duman kommt vom SV Pfingstweide, Thomas Rahn vom ASV Edigheim. Sebastian Horn (ehemals CSV Frankenthal) steigt nach einer Pause wieder ein. Marco Staubitz wurde reaktiviert. Dominic Kamkoum kommt von der DJK Eppstein II. Noch zwei, drei Spieler mehr wünscht sich Amato. „Ein 18-Mann-Kader ist schon etwas dünn.“ Doch der Trainer ist guten Mutes, liefern zu können. Der Teamgeist stimme. „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, möglichst einen Mittelfeldplatz holen.“

SV Studernheim - TuS Oggersheim, Sonntag, 15 Uhr

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