Frankenthal
Fußball: DJK Eppstein will in A-Klasse wieder oben mitmischen
Vor der Saison: Platz vier oder besser. Das war das Ziel der DJK Eppstein in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz in der vergangenen Saison. In diesem Tabellenbereich soll die DJK nach den Vorstellungen von Trainer Tobias Hinkel auch diesmal wieder landen. Allerdings erwartet der Übungsleiter spielerisch einen Schritt nach vorne bei seiner Truppe.
Es werde wohl in dieser Saison nicht leichter, sich in der Spitzengruppe zu platzieren als in der vergangenen, meint Tobias Hinkel. Als Topfavoriten hat Hinkel den FV Freinsheim, Absteiger aus der Bezirksliga, auf dem Zettel. Ein Team, das für ihn eingespielt ist, starke Standards abliefert und am besten besetzt ist in dieser Klasse.
In der Spitzengruppe sieht der DJK-Coach aber noch eine Reihe von anderen Mannschaften: den VfR Friesenheim, SV Weisenheim/Sand, ASV Heßheim und wohl auch die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal. Da müsse sich die DJK Eppstein einreihen. „Es war ja ein turbulenter Spieltag. Wenn man auf so manchen Spielbogen schaute, war das ja schon hohes Niveau“, spielt Hinkel auf die den Einsatz der beiden Ex-Profis Selim Teber und Sejad Salihovic bei Schwarz-Weiss an. Und die Zwischenstände auf den Plätzen seien teilweise turbulent gewesen.
Das erste Spiel der Eppsteiner gegen Croatia Ludwigshafen wurde auf den 4. September verlegt, sodass die DJK erst jetzt am Sonntag in die Meisterschaft eingreift. Und das gegen die TSG Eisenberg, die unangenehm zu spielen ist, aber ihre erste Partie zu Hause gegen Heßheim deutlich 1:4 verloren hat. Die vergangene Saison schloss die TSG einen Platz hinter der DJK auf Rang fünf ab.
Der Spielplan meine es „gut“ mit den Eppsteinern, meint Hinkel mit einem Augenzwinkern. Denn einige der Kandidaten, die er aufzählt, stehen der DJK gleich in den ersten Wochen gegenüber. Freinsheim kommt am 18. August in den Frankenthaler Vorort, am 5. September muss die DJK nach Weisenheim, eine Woche später kommt Schwarz-Weiss Frankenthal zum Derby. „Mitte September werden wir schon ein wenig genauer wissen, wohin die Reise geht“, glaubt Hinkel.
Der Trainer hofft, nach der Vorrunde eine bessere Ausgangsposition zu haben als in der Vorsaison. Da kassierte die DJK zum Start überraschend eine Niederlage beim Aufsteiger Croatia Ludwigshafen und ließ auch danach einige Zähler liegen. „Es waren immer mal wieder Ausrutscher dabei“, moniert Hinkel. Im Endspurt der Saison beispielsweise beim späteren Absteiger TuS Sausenheim. Eine Begegnung, die die DJK ebenfalls verlor. Und vor der Winterpause ging die Mannschaft quasi auf dem Zahnfleisch, verlor hoch gegen den späteren Meister SC Bobenheim-Roxheim.
Jetzt soll seine Truppe mehr Konstanz zeigen. Dafür hat die DJK personell aufgerüstet. 51 Gegentore kassierte das Team. Das war immerhin der viertbeste Wert in der Klasse. Aber der Abstand zum Spitzentrio war in dieser Beziehung deutlich. Mit Tobias Winsel und Cem Tatar kehrten zwei alte Bekannte vom Bezirksligisten VfR Frankenthal in die Ludwig-Wolker-Straße zurück.
Beide spielten schon für die DJK, wobei Winsel zuerst nach Maxdorf und dann zum VfR Frankenthal ging, wo er zuletzt als Spielertrainer agierte. Von ihm verspricht sich Hinkel Führungsqualität auf dem Platz. Die beiden sollen, genau wie Manuel Kiefel, Stabilität in den Defensivverbund bringen. Kiefel, der vom SV Weisenheim/Sand kam, ist sowohl als Links- als auch als Innenverteidiger einsetzbar. Das Trio gibt dem Coach gleichzeitig mehrere Alternativen bei der Aufstellung. Hinkel erwartet einen Konkurrenzkampf um die Startplätze. Das soll der Leistung zuträglich sein.
83 Tore hat die DJK in der Vorsaison geschossen, der fünftbeste Wert. Das sei natürlich nicht schlecht gewesen. Aber es habe Spiele gegeben, in denen den Eppsteinern ein Knipser gefehlt habe, der gleich den ersten Ball versenkt. Da soll Tobias Grosch Abhilfe schaffen. Der Stürmer kam vom B-Klassisten Vatanspor Frankenthal. In der B-Klasse hat er in der vergangenen Saison 18-mal getroffen, war aber auch schon Torschützenkönig in dieser Klasse. Allerdings: Er ist derzeit verletzt und noch nicht einsatzbereit. Ein weiterer Neuzugang für die Offensive ist Roberto Bertolotti (25). Er kam vom Landesliga-Aufsteiger SV Ruchheim. Dort reichte es aber in der vergangenen Runde nur zu vier Kurzeinsätzen.
Mit der Vorbereitung in den vergangenen 14 Tagen war Hinkel nicht sonderlich zufrieden. Elf Spieler seien in Urlaub gewesen, was das Einspielen ein wenig erschwert habe. Aber das heißt für den Coach nichts. Er will den Auftakt gewinnen.