Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Bezirksligist VfR Frankenthal verliert 1:3 gegen VTG Queichhambach

Ausgetanzt: Queichhambachs Kevin Dausch (Mitte) setzt sich gegen Fabio Libori (links) und Halil Kaya durch.  Foto: BOLTE
Ausgetanzt: Queichhambachs Kevin Dausch (Mitte) setzt sich gegen Fabio Libori (links) und Halil Kaya durch.

Bezirksligist VfR Frankenthal hat einen kapitalen Fehlstart perfekt gemacht. 1:3 (0:0) verlor das Team des Trainerduos Tim Graf/Uwe Rebholz gestern zu Hause gegen die VTG Queichhambach. Es war die dritte Heimpleite im dritten Heimspiel der Saison. VfR-Keeper David Czerwinski verhinderte mit etlichen Paraden eine höhere Niederlage der Gastgeber, die jetzt Vorletzter sind.

Frankenthal. Hätte Matteo Randazzo in der 87. Minute die Freistoßflanke von Timucin Sürmen nicht knapp mit dem Kopf verfehlt, sondern zum 2:2 getroffen, wäre für den VfR Frankenthal gestern Nachmittag im Fußball-Bezirksligaspiel gegen Aufsteiger VTG Queichhambach ein Punktgewinn möglich gewesen. Dieser wäre aber sehr glücklich gewesen, denn die Südpfälzer waren klar überlegen und siegten unterm Strich verdient mit 3:1.

Traurig dürfte am Ende vor allem Frankenthals Torwart David Czerwinski gewesen sein. Dieser bot eine Topleistung und brachte die Gästestürmer oft zur Verzweiflung. Letztendlich führte dies aber nur dazu, dass der VfR nicht unterging.

Von Beginn an dominierten die Südpfälzer und hätten auch bereits in der siebten Minute in Führung gehen können, als sie nach einem Foul von Jacin Bensid an Manuel Albrecht einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Czerwinski zeigte aber anschließend seine erste Glanztat und wehrte den Schuss von Edonis Mustafa in die linke untere Ecke ab.

Bis zur Pause sahen die Zuschauer danach bei zeitweise strömendem Regen einen Sturmlauf der Gäste. Aber dank Czerwinski blieb das Frankenthaler Tor sauber. Vom VfR war in der Offensive kaum etwas Positives zu sehen, sodass die erste Hälfte torlos blieb. Ein Schuss von Timucin Sürmen, der in der 39. Minute zum Eckball abgewehrt wurde, war die einzige nennenswerte Frankenthaler Aktion. „Wir hätten da schon klar führen müssen“, bedauerte Queichhambachs Trainer Edin Pita, der sich gestern von Anfang bis Ende des Spiels mit der Rolle des Ersatzmanns zufrieden gab. Was seine Mannschaft ablieferte, machte auch keinen Einsatz des Chefs erforderlich.

Nach den Seitenwechsel verlief das Spiel zunächst etwas ausgeglichener. Aber ausgerechnet in dieser Phase gingen die Südpfälzer durch den vier Minuten zuvor eingewechselten Daniel Kopf mit 1:0 in Führung (57.). Das 2:0 wäre wenig später auch möglich gewesen, aber Czerwinski klärte zweimal binnen weniger Sekunden in höchster Not. In der 70. Minute fiel dann doch der zweite Gästetreffer. Albrecht flankte von rechts, Czerwinski wehrte zunächst den Schuss von Philip Nickel ab. Gegen den anschließenden Nachschuss von Jakob Weisner war allerdings dann auch er machtlos.

Die Frankenthaler, bei denen mittlerweile Spielertrainer Tim Graf mitwirkte, mühten sich zwar redlich. Allerdings erlaubten sie sich zu viele Ballverluste. „Uns unterliefen leider im Aufbauspiel viele Fehler“, gab Graf unumwunden zu. Dies nutzten die Queichhambacher aus und gefielen nach Frankenthaler Ballverlusten durch schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff. „Das haben wir auch intensiv trainiert“, bemerkte Pita.

Trotzdem wurde es gegen Ende noch mal eng. Denn zehn Minuten vor Schluss gelang den Gastgebern der Anschlusstreffer zum 1:2. Dabei nutzte Enes Sen aus, dass der Queichhambacher Janik Lelle verletzt im eigenen Strafraum lag und die Gäste vergeblich auf einen Pfiff des Schiedsrichters warteten. Mehr war an diesem Nachmittag für die Frankenthaler aber auch nicht drin. Nach einem Ballverlust des VfR schloss Daniel Kopf, der schon zum 0:1 getroffen hatte, einen Konter zum 1:3 ab (90.).

„Ich kann meinen Spielern bezüglich der Einstellung keinen Vorwurf machen. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen und müssen nach vorne schauen. In dieser Woche kehren auch wieder Spieler, die heute gefehlt haben, in den Kader zurück“, meinte Graf nach der dritten Niederlage im dritten Punktspiel dieser Saison. Hauptansatzpunkt dürfte unter der Woche das Offensivspiel sein, das zu fehlerbehaftet war.

So spielten sie

VfR Frankenthal: Czerwinski - Braun, Kaya, Bensid, Sezgin - Sürmen, Libori (67. Klockner), Randazzo, Sen - Moncada (55. Graf), Peschechodow (46. Qadiry)

VTG Queichhambach: Brust - Becker, Memmer, Lelle, Geiling - Mustafa (53. Kopf), Weisner, Nöske, Albrecht (75. Schumacher) - Nickel (90. Kryeziu), Dausch

Tore: 0:1 Kopf (57.), 0:2 Weisner (70.), 1:2 Sen (80.), 1:3 Kopf (90.) - Gelbe Karten: Czerwinski - Brust - Beste Spieler: Czerwinski, Sürmen - Dausch, Kopf, Weisner - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Schott (Bad Dürkheim).

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