Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Bezirksligist VfR Frankenthal verliert 0:3 gegen Südwest Ludwigshafen

Nur Südwest hatte am Freitagabend was zu bejubeln. Hier freut sich Marcel Wolf über seinen Treffer zum 0:3. Foto: BOLTE
Nur Südwest hatte am Freitagabend was zu bejubeln. Hier freut sich Marcel Wolf über seinen Treffer zum 0:3.

Fussball: Bezirksligist VfR Frankenthal wartet weiter auf den ersten Sieg in der neuen Saison. Die Mannschaft des Trainerduos Tim Graf/Uwe Rebholz verlor gestern Abend auch das zweite Heimspiel in Folge. 0:3 (0:2) hieß es gegen Südwest Ludwigshafen. In der ersten Halbzeit erspielte sich der VfR gerade mal eine Chance. Und das Ergebnis hätte sogar noch höher ausfallen können.

Als ob Petrus es geahnt hätte: Pünktlich zum Spielbeginn um 19 Uhr fing es über dem Frankenthaler Ostparkstadion an zu regnen. Und das trübe Wetter passte irgendwie zur Leistung des VfR Frankenthal, der nach der gestrigen Niederlage weiter auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit wartet.

Die Gastgeber waren vor der Pause spielerisch bemüht und hatten auch mehr Ballbesitz. Allerdings: Mehr als eine Chance durch Willi Peschechodow gelang nicht. Er köpfte aus vier Metern frei über das Südwest-Tor. Da waren schon 40 Minuten gespielt, und der VfR lag 0:2 zurück.

Zweimal traf Stürmer Dominik Brust für die Gäste. Das erste Mal in der achten Minute. VfR-Keeper David Czerwinski wehrte einen Schuss von Ardit Palevic zur Seite ab. Brust stand goldrichtig und staubte ab. Da sah der VfR-Keeper unglücklich aus, eine Schuld traf ihn jedoch nicht. Das sah beim 0:2 (23.) anders aus. Den Schuss von Brust hat Czerwinski an einem guten Tag. Der Angreifer hätte sogar einen Hattrick erzielen können, vergab in der 20. Minute aber frei vor dem Frankenthaler Tor.

„In der ersten Halbzeit machen wir das Spiel, dann passieren zwei Fehlpässe, die zu den Gegentoren führen. Südwest hat mit Brust aber auch einen überragenden Stürmer“, meinte VfR-Coach Tim Graf.

Bei seiner Truppe war der Spielaufbau oft zu behäbig. Zudem taten sich die Gastgeber schwer mit der Fünfer-Abwehrkette der Gäste. So versuchte es Frankenthal immer wieder mit langen Bällen auf Peschechodow. Doch die beiden langen Innenverteidiger bei Ludwigshafen, Nikolaos Matios und Marcus Schneider, räumten alles ab. Südwest lauerte auf Kontergelegenheiten. Und Frankenthal bot ein ums andere Mal die nötigen Räume dafür, sodass die Gäste die gefährlichere Mannschaft waren.

Nach der Pause ergab sich fast das gleiche Bild. Wieder hatte der VfR viel Ballbesitz. Doch Zählbares wollte nicht herauskommen. Südwest-Keeper Frederik Tilger-Kuhn verlebte einen ruhigen Abend. Einzig bei einem Freistoß aus 20 Metern von Enes Sen musste er eingreifen. Das war kurz vor dem Abpfiff.

Da war die Partie beim Stand von 0:3 schon entschieden. Marcel Wolf (68.) hatte per Direktabnahme getroffen. Der eingewechselte Leon Lorenz hatte sich hinter die Frankenthaler Abwehrreihe geschlichen und in die Mitte gepasst.

Die Gäste hatten sogar noch mehr Chancen. Trainer Frank Wieschalla war ob der mangelhaften Chancenauswertung seiner Truppe an der Seitenlinie einige Male recht unzufrieden.

Robby van Rahden (65.) und Dominik Brust (83.) hätten bei ihren Alleingängen konsequenter abschließen müssen. Wolf hatte kurz nach dem Seitenwechsel eine gute Möglichkeit, als er einen Schnitzer Czerwinskis nicht verwerten konnte. Der VfR-Keeper steigerte sich im Lauf der zweiten 45 Minuten. Auch Ardit Palevic nach Wolf-Zuspiel hätte treffen können.

So blieb es beim 0:3. Was VfR-Coach Tim Graf zu der Einsicht kommen ließ, dass man am Ostparkstadion viel aufzuarbeiten habe. „Vor allem, was Passgenauigkeit und Spielaufbau betrifft. Wir sind permanent in Konter gelaufen.“

Südwest-Trainer Frank Wieschalla war natürlich zufrieden. Er habe sich den VfR gegen Maxdorf angeschaut und entsprechend die Taktik gewählt. Die ist voll aufgegangen.

So spielten sie

VfR Frankenthal: Czerwinski - Braun, Kaya, Arslan (46. Bensid), Sezgin (65. Mann) - Rebholz, Klockner, Randazzo, Sen, Moncada - Peschechodow

Südwest Ludwigshafen: Tilger-Kuhn - Blagoev, Schneider, van Rahden, Matios, Fichtner - Palevic (63. Lorenz), Hengstenberger, Harb (73. Folz), Wolf (78. Scanu) - Brust

Tore: 0:1 Brust (8.), 0:2 Brust (23.), 0:3 Wolf (68.) - Gelbe Karte: Rebholz - Beste Spieler: Czerwinski, Sen - van Rahden, Brust, Schneide - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Rother (Griesheim).

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