Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Bezirksligaschlusslicht VfR Frankenthal empfängt ESV Ludwigshafen

Nach einem halben Jahr bei der DJK Eppstein zurück im Ostparkstadion: Tobias Winsel (links).
Nach einem halben Jahr bei der DJK Eppstein zurück im Ostparkstadion: Tobias Winsel (links).

Es klingt fast nach „Mission: Impossible“: Der VfR Frankenthal hat in der Fußball-Bezirksliga in den ersten 18 Saisonspielen nur zwölf Punkte geholt, ist Schlusslicht und will trotz allem noch den Klassenverbleib schaffen. Am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen den ESV Ludwigshafen sollen die ersten Punkte dafür geholt werden.

Um das Ziel Ligaverbleib noch zu erreichen, hat Coach Martin Wohlschlegel mit seiner Mannschaft in der rund sechswöchigen Vorbereitung Gas gegeben. „Wir haben den Fokus aber nicht auf etwas Spezielles gelegt. Es standen Dinge wie Athletik, fußballerische Ausdauer und unser Spiel nach vorne, das wir verbessern müssen, im Vordergrund“, fasst der Übungsleiter zusammen. Fünf Neue sind zum Team gestoßen. Nach nur einem halben Jahr kehrten die Mittelfeldspieler Tobias Winsel von der DJK Eppstein sowie Oguzhan Lozan und Florian Kaiser von der DJK Schwarz-Weiss Frankenthal zum VfR zurück. David Michalski (SV Pfingstweide) soll den Angriff verstärken. Levent Cetin wurde aus Weinheim als weitere Option im Tor verpflichtet.

Fünf Testspiele absolvierten Wohlschlegels Mannen seit Anfang Februar. Die Ergebnisse will Wohlschlegel nicht zu hoch bewerten. „Das Spiel gegen die SG Maudach wurde wegen einer Verletzung eines Gästespielers vorzeitig abgebrochen und gegen den Ludwigshafener SC haben wir 10:0 gewonnen.“ Bei den beiden folgenden Niederlagen gegen den ASV Heßheim und gegen Ligakonkurrent ASV Maxdorf (jeweils 1:2) probierte der Trainer viel aus.

Tobias Winsel hat drei Wochen der Vorbereitung verpasst

„Gegen Heßheim haben wir auf ein Tor gespielt und am Ende doch verloren. Gegen Maxdorf haben wir bis kurz vor Schluss 1:0 geführt, dann haben wir durchgewechselt“, erzählt Wohlschlegel. „Rückkehrer Tobias Winsel hat rund drei Wochen der Vorbereitung wegen Krankheit verpasst, das hat uns natürlich nicht geholfen, uns einzuspielen“, betont der Coach. Ein 2:2 gegen Croatia Ludwigshafen bildete den Abschluss der Tests.

Klar ist: In den verbleibenden zwölf Partien helfen dem VfR Frankenthal nur noch Siege. Acht Punkte beträgt der Abstand zum rettenden Ufer. Der erste Pflichtspielgegner des VfR im Jahr 2020 heißt ESV Ludwigshafen. Die Partie kann für den Tabellenletzten schon richtungsweisend sein. Wohlschlegel sieht die „Eisenbahner“ in einer guten Entwicklung. „Das haben die Ergebnisse vor der Winterpause gezeigt. Das ist sicherlich ein starker Gegner.“ Der ESV holte vor dem Jahreswechsel sieben Punkte aus vier Partien und setzte sich so ins Mittelfeld der Tabelle ab.

Besonders gefährlich beim ESV: Stürmer Hasan Yüceer

Mit 23 Punkten auf der Habenseite beträgt der Vorsprung der Ludwigshafener auf den ersten Abstiegsplatz neun Zähler. Besonderes Augenmerk sollte der VfR auf Angreifer Hasan Yüceer legen. Der ESV-Stürmer hat 16 der 36 Saisontreffer seiner Mannschaft erzielt. „Das Hinspiel haben wir 3:1 gewonnen, das könnte uns ein bisschen Selbstvertrauen geben. Aber nach fast drei Monaten Pause lasse ich das Spiel mal auf mich zukommen. Keines der beiden Teams wird so richtig wissen, wo es wirklich steht“, vermutet Wohlschlegel. Beim ersten Pflichtspiel des neuen Jahres muss der VfR allerdings auf zwei Stürmer verzichten. „Francisco Cetin und David Michalski fallen beide aufgrund muskulärer Probleme aus. Das wird bei beiden auch sicherlich noch zwei Wochen dauern“, bedauert Wohlschlegel. Offen ist derweil noch, wer bei den Gastgebern zwischen den Pfosten steht.

RHEINPFALZ-Tipp: 3:2

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