Frankenthal
Frankenthal: Suche nach Alternativtermin für verkaufsoffenen Sonntag läuft
„Das ist eine der Ideen, die im Gespräch mit der Stadt diskutiert worden sind. Dafür müssen aber noch einige Dinge geklärt werden“, sagt City-Manager Daniel Strotmann auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Entscheidung, den verkaufsoffenen Sonntag im März abzusagen, trage der Vorstand des Vereins mit, der in Frankenthal Einzelhändler und Dienstleister vertritt. Eine Klage gegen den Aktionstag wäre sehr wahrscheinlich gewesen, meint Strotmann.
Strotmann bedauert Entscheidung
Der Hintergrund: Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hatte in seinem Urteil aus dem Herbst vergangenen Jahres die Kriterien für verkaufsoffene Sonntage verschärft. Ein Aspekt: Die sogenannte Anlassveranstaltung – im Frankenthaler Fall der Frühjahrsmarkt – müssen den Sonntag prägen, die Öffnung der Läden dürfe nur eine Ergänzung dieses Angebots sein. Der zweite Punkt: Veranstaltung und Geschäftsmeile müssen nah genug beieinander liegen. Bei beidem hatte die Stadt ihrer am Montag veröffentlichten Absage zufolge Zweifel.
Einerseits bedauere er die Entscheidung, weil die Sonntage wichtig für Image und Marketing eines Einzelhandelsstandorts seien, betont Strotmann. Andererseits würden so zumindest nicht Tausende Euro in die Werbung gesteckt, die bei kurzfristigem Ausfall der Aktion verloren wären. Für einige Händler sei die Absage „nicht so schön“, sagt der City-Manager. Ihnen fehle ein umsatzstarker Tag und ein Instrument, um Neukunden anzulocken.
Aktion im Herbst soll bleiben
Neben der Suche nach Ersatz im ersten Halbjahr wolle der City- und Stadtmarketingverein an dem zweiten Termin für einen verkaufsoffenen Sonntag im Herbst festhalten – auch wenn die Rechtsprechung insgesamt „nicht so verheißungsvoll“ sei. Strotmann findet es unbefriedigend, dass von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regeln gälten. Die Urteile in Rheinland-Pfalz hätten zwar eine Richtung, trotzdem sei man von Einzelfallentscheidungen abhängig.