Frankenthal
Frankenthal: Malteser Hilfsdienst startet telefonischen Besuchsdienst für Senioren
„Wir haben immer wieder darüber gesprochen, dass es für weniger mobile Senioren etwas geben müsste“, sagt Stadtbeauftragter Michael Baumann. Weil die Seniorenbegegnungsstätte des Malteser Hilfsdiensts derzeit nicht öffnen kann, um eine Verbreitung gerade unter den besonders von schweren Verläufen der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen älteren Generation zu vermeiden, sei das Thema jetzt aber umso dringender. „Es geht im ersten Schritt darum, ein Angebot für unsere regelmäßigen Besucher zu schaffen“, betont Baumann.
Koordiniert wird das Ganze von Claudia Seeger, Leiterin der Villa Malta. Bei ihr können sich Senioren melden, die für die Zeit der beschränkten Kontaktmöglichkeiten während der Corona-Krise oder vielleicht auch darüber hinaus einen regelmäßigen Ansprechpartner suchen. Seeger werde die Daten und ein paar Informationen darüber hinaus erfassen: Alter, Geschlecht, Themenwünsche. Aus dem Kreis derjenigen, die sich auf einen Hilfeaufruf der Malteser vor einigen Tagen gemeldet hatten, würden dann geeignete Gegenüber gesucht.
Feste Gespanne geplant
Wann oder wie lange die Gespräche dann geführt würden, sei jeweils Sache der einzelnen Gespanne, die sich so bildeten. Das Ganze solle den Charakter eines „Kaffeekränzchens am Telefon haben“, sagt Michael Baumann. Ganz wichtig sei ihm, dass damit kein Angebot psychologischer Beratung verknüpft sei. Für das Konzept, die Partner dieser telefonischen Treffen einander fest zuzuordnen, spreche, dass es dann möglich sei, bei späteren Telefonaten den roten Faden wieder zu finden, an bereits Gesprochenes anzuknüpfen. Baumanns Überzeugung: „So kann sich dann eine Vertrauensbasis entwickeln.“
Der Stadtbeauftragte hofft, dass sich dann auch eine Beziehung über die Zeit der vom Coronavirus verursachten Einschränkungen hinaus entstehe und aus telefonischen vielleicht irgendwann auch echte Begegnungen werden könnten. Die technischen Voraussetzungen für die Vermittlungen habe der Malteser Hilfsdienst abgeschlossen, sodass sich ab Montag, 30. März, die ersten Interessenten melden könnten.