Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Frankenthal: KSB sieht sich vor Herausforderungen

Für 50 beziehungsweise 45 Jahre Betriebszugehörigkeit wurden diese KSB-Mitarbeiter geehrt.
Für 50 beziehungsweise 45 Jahre Betriebszugehörigkeit wurden diese KSB-Mitarbeiter geehrt. Foto: BOLTE

Die Firma KSB müsse in einzelnen Marktfeldern wieder wirtschaftlich erfolgreicher werden und Positionen zurückgewinnen, betonte Vorstandsmitglied Ralf Kannefass bei der Jubilarfeier des Unternehmens. „Große Anstrengungen liegen vor uns“, sagte er auch mit Blick auf das Projekt Industrie 4.0 und die Zukunft der Pumpentechnologie.

Kannefass, als Direktor der Geschäftsleitung für die Bereiche Vertrieb und Service zuständig, erinnerte an die Zeiten, als KSB noch Marktführer sowohl bei den Heizungsumwälzpumpen als auch bei den Energiepumpen gewesen sei. Nun würden die Nuklear- und Kohlekraftwerke nach und nach abgeschaltet. Bei der Frage, wohin die Reise gehe, baue er auf die „vielen tollen Kompetenzen“ der Mitarbeiter. Insbesondere den Jubilaren gelte seine Wertschätzung.

„Doch Fortschritt ist nicht immer das Einzige, was zählt“, sagte Kannefass. Mit KSB verbinde sich viel Wissen, Loyalität und ein Stück Lebensfreude. Das Unternehmen sei zwar börsennotiert, aber immer ein Familienbetrieb geblieben. „Das macht Spaß und gibt Unabhängigkeit“, hob das Vorstandsmitglied hervor.

65 KSBler können auf eine 25-, 35-, 45- oder 50-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Während Personalleiter Theodor Neurohr auf die sich auf 910 Jahre summierende Berufserfahrung der nur 25 anwesenden Jubilare abstellte, war für den Betriebsratsvorsitzenden René Klotz eine langfristige Bindung an ein Unternehmen in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Die treuen und engagierten Mitarbeiter, die sich mit der Firma identifizierten, seien ein wesentlicher Erfolgsfaktor für KSB und hätten die überaus positive Entwicklung maßgeblich beeinflusst, sagte Klotz.

KSB-JUBILARE

50 Jahre: Thomas Fischer und Karl-Wilhelm Heiser; 45 Jahre: Karl Gimber, Ingrid Barth, Anne-Rose Bayer, Elke Flemming, Günther Jeremias, Werner Klose, Ralf Müller, Doris Pfeiffer, Thomas Robisch, Rüdiger Sohn, Ursula Spies, Detlef Stein, Rainer Stofleth, Doris Zabern, Michael Feick, Franz Schneider, Hans-Jürgen Schwöbel, Rosario Crucetta und Frank Kappler; 35 Jahre: Werner Übelacker, Achim Meissgeier, Wolfgang Mock, Birgit Grünewald, Michael Baum, Matthias Breier, Petra Brussmann, Kai Dockendorf, Udo Holtzhäuser, Ralf Kirsch, Claudia Konrad, Volker Schickendantz, Thomas Steigner, Christine Swoboda, Paul Wasinger, Simone Faust, Jörg Weis, Ralf Weis, Birgit Mattern und Markus Spuck; 25 Jahre: Markus Neugebauer, Klaus Gohlke, Kathrin Wischnewsky, Joachim Mundt, Werner Scheithauer, Manuela Bremicker, Mario Rawald, Stefan Franz, Bernd Hoffmann, Stephan Gamp, Horst Marksteiner, Johanna Weiss, Eva Haas, Christian Benz, Dimitri Brunsch, Markus Fried, Igor Kusan, Martin Owczarzy, Jürgen Riedel, Agnes Seidel, Waldemar Staf, Britta Wetzel, Nicole Humann und Boris Wozniak.

EINWURF: Feiermuffel?

Von Alois Ecker

Wenn ein Arbeitnehmer seiner Firma über Jahrzehnte die Treue hält, dürfen schon einmal die Sektkorken knallen. Es ist daher guter Brauch, dass die Betriebe ihre Mitarbeiter bei runden und halbrunden Jubiläen zu einer Feier einladen und damit ihren langjährigen Einsatz im Dienste des Unternehmens honorieren. So auch die Firma KSB, die in diesem Jahr sogar einen externen Catering-Service verpflichtete, um ihre Ehrengäste angemessen zu bewirten.

Doch von den 65 Jubilaren, die geehrt werden sollten, sagten nur 25 ihre Teilnahme zu. Gewiss, die Gründe, einer solchen Veranstaltung fernzubleiben, mögen vielfältiger und auch persönlicher Natur sein. Allerdings ist es nur schwerlich nachvollziehbar, dass es in einem Unternehmen, das Vorstandsmitglied Ralf Kannefass als „Familienbetrieb“ bezeichnete, der Spaß mache, tatsächlich so viele Feiermuffel geben soll.

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