Frankenthal Frankenthal: Flaute beim Wohnungsbau

Bei Neubauten und Baugenehmigungen wies Frankenthal 2018 die schwächsten Werte in Rheinland-Pfalz aus.
Bei Neubauten und Baugenehmigungen wies Frankenthal 2018 die schwächsten Werte in Rheinland-Pfalz aus. Symbolfoto: dpa

Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe hat in Frankenthal stark zugenommen, beim Wohnungsneubau herrscht dagegen eine Flaute. Das weist die neue vergleichende Übersicht „Rheinland-Pfalz regional 2020“ aus, die das Statistische Landesamt in Bad Ems veröffentlicht hat.

Mitte 2018 – so der jüngste verfügbare Wert – beschäftigten Bauunternehmungen in Frankenthal nach Angaben des Statistischen Landesamts 390 Mitarbeiter. Das waren 20,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor; mit diesem Zuwachs steht Frankenthal unter allen kreisfreien Städten und Kreisen in Rheinland-Pfalz an der Spitze. Zum Vergleich: Mainz rangiert mit 17,4 Prozent mehr Baumitarbeitern auf Platz zwei. In Worms gab es in der Baubranche 9,8 Prozent mehr Beschäftigte, in Ludwigshafen 5,4 Prozent mehr.

Schlusslicht im Land

Dagegen wurden nach Angaben der Statistiker in Frankenthal 2018 nur acht Neubauten mit zusammen 20 Wohnungen fertiggestellt. Damit war die Stadt landesweit Schlusslicht. Das gilt ebenso für die rechnerische Quote von lediglich 0,4 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohner. Noch weniger Gebäude wurden zwar in Speyer errichtet (fünf), aber hier summierte sich die Zahl der neuen Wohnungen auf 65. In Ludwigshafen entstanden im selben Jahr 486 neue Wohnungen, in Worms 176.

Ähnlich mau sah es 2018 in Frankenthal bei den Genehmigungen für Wohungsneubauten aus: 15 Projekte mit zusammen 72 Wohnungen führen die Statistiker aus Bad Ems auf. Auch dies ist landesweit der schwächste Wert. Für Worms wurden im selben Zeitraum 172, für Ludwigshafen 582 geplante neue Wohnungen genehmigt. Baureifes Land kostete in Frankenthal durchschnittlich 365 Euro pro Quadratmeter; mit diesem Wert lag die Stadt, vergleicht man ihn mit anderen im Land, im oberen Mittelfeld.

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