Nachspielzeit Florian Vogel zwischen guter Moral, Leichtsinn und Elfmetern

Placeholder-Image

Sechs Spiele, neun Punkte – in der Dritten Fußball-Bundesliga wird man als Trainer bei solch einer Bilanz schon mal beurlaubt. „Die haben auch ein anderes Budget und andere Vorstellungen“, sagt Florian Vogel und lacht. Der Coach der DJK Eppstein II muss sich um seinen Job wohl keine Sorgen machen. Erst recht nicht nach dem 3:2 (0:2)-Sieg seiner Mannschaft gegen den SC Bobenheim-Roxheim II in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord.

Entgegengekommen ist der „Zweiten“ der DJK, dass die „Erste“ an diesem Wochenende spielfrei war. „Ja, da hatten wir ein, zwei Spieler mehr“, sagt Vogel. Das war aber auch nötig. „Wir haben gerade ein paar Urlauber.“

Nach dem 3:2-Sieg seiner Truppe im Heimspiel war Vogel richtig zufrieden. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Moral bewiesen. Und ich meine auch, dass wir in der ersten Halbzeit nicht zwei Tore schlechter waren“, sagt der DJK-Coach. Der SC II habe einfach nur die Fehler der Gastgeber bestraft. Nach der Pause habe sein Team aber sein Spiel aufgezogen.

Ausgleich und Führungstreffer kamen dann jeweils durch einen Elfmeter zustande. David Storzum und Marvin Maerz ließen sich die Gelegenheiten nicht entgehen. Wobei Vogel da auch gesteht: „Diese beiden Elfmeter pfeift nicht jeder. Für mich waren es welche, aber wenn Sie mein Gegenüber fragen, waren es wohl keine.“

Sechs Spiele, neun Punkte – vor der Runde wäre das für Florian Vogel okay gewesen. Jetzt muss er sagen: „Wir haben einige Punkte liegen lassen.“ Die DJK II habe in jedem Spiel eine reelle Chance, zu gewinnen.

Austreiben muss er seiner Truppe noch den Leichtsinn in der Defensive. 19 Gegentore kassierte die DJK II bislang. Da ist noch Luft nach oben. Am Ende der Saison will Vogel aber lieber Luft nach unten haben. Ein Platz zwischen sieben und elf sei das Ziel für die Runde, sagt Vogel. „Damit wir nicht Ende April, Anfang Mai groß anfangen müssen, rumzurechnen.“

x