Frankenthal Filmalternative: Landraub und die Folgen

FRANKENTHAL. Regisseur Kurt Langbein lässt in seinem Dokumentarfilm Investoren wie Kleinbauern zu Wort kommen und erzählt aus deren Sicht Ursachen, Entwicklung und Folgen des Landraubs.
„Kaufen Sie Land, es wird keines mehr gemacht“. Mark Twains Satz ist hoch aktuell, seit das Finanzkapital die Äcker als Geschäftsfeld entdeckt hat. Statt Bauern bestimmen Profitinteressen über die Böden. Und jährlich gehen etwa zwölf Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Wo keine Gewerbe-, Wohnflächen oder Straßen entstehen, hält die industrielle Landwirtschaft Einzug. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft, Bauern und indigene Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden auch unsere Lebensgrundlagen zerstört, das ist wohl die Kernbotschaft des Films. Er soll aufwühlen, nachdenklich machen, zum Tun animieren: Der Widerstand gegen „Landgrabbing “ soll kräftiger und lauter werden. (rhp) Deutschland 2015, Regie Kurt Langbein, 91 Minuten, keine Altersangabe.