Frankenthal Feier und Nachwuchswerbung
Unter anderem mit einem Gospelkonzert des Ensembles voices@heaven am Samstagabend, 4. Juni, feiert die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) in der Pfarrgemeinde St. Cyriakus/St. Thomas Morus, Eppstein-Flomersheim, am Wochenende ihr 55-jähriges Bestehen. Gerne würde sie bei dieser Gelegenheit auch neue Mitglieder gewinnen.
Das Ensemble voices@heaven aus Bobenheim-Roxheim singt am Samstag, 19 Uhr, in der Thomas-Morus-Kirche; der Erlös ist für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen bestimmt. Am Sonntag, 5. Juni, 11 Uhr, gibt es einen Festgottesdienst mit Pfarrer Stefan Mühl und Präses Raimund Röther vom Dekanat Nord, Speyer, in dem auch die Frankenthaler Sängerin Melanie Schlüter auftritt. Jeweils anschließend wird zum Sektempfang eingeladen. Im letzten vorbereitenden Treffen vor den Feierlichkeiten gaben KFD-Frauen und das derzeitige Leitungsteam Einblick in ihre 65 Mitglieder zählende Gemeinschaft, die 1961 gegründet wurde. Mit Sorge blicken sie derzeit in die Zukunft. Der Altersdurchschnitt sei hoch, junge Frauen kämen trotz intensiver Werbekampagnen nicht hinzu. In der letzten Jahreshauptversammlung fand sich kein neuer Vorstand. Aus der Not heraus bildete sich ein Leitungsteam, deren Sprecherin die bisherige Vorsitzende Elsbeth Böhm ist. Ihr Wunsch ist, dass sich jüngere Frauen anschließen, hier Geselligkeit, Freizeitgestaltung und religiösen Austausch suchen, das Leben in der Pfarrgemeinde mitgestalten und eine neue, kreative Führungsriege entsteht. Die Ziele und Positionen des großen KFD-Verbandes mit immerhin einer halben Million Mitgliedern in 5300 pfarrlichen Gruppen seien vielschichtig, berichtet Böhm. Das Engagement von Frauen im kirchlichen, ökumenischen, sozialen und gesellschaftlichen Leben werde gefördert, der Verband mische sich mit grundlegenden Positionspapieren in öffentliche Debatten ein und habe zum Beispiel wesentlich zur Mütterrente beigetragen. Er kämpfe für Entgeltgleichheit bei Frauen und Männern, für eigenständige soziale Sicherung von Frauen und Männern und stelle die Forderung nach mehr Verantwortung für Frauen in der Kirche. So werde die Ankündigung des Papstes, die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat zu prüfen, innerhalb der KFD als positives Signal gewertet. In der KFD Eppstein-Flomersheim habe es seit 1961 unter Führung von Elise Gerst, Cäcilie Wetzler, Irene Nippgen, Inge Pohl und Elsbeth Böhm viele gesellige, kirchliche und ökumenische Angebote gegeben, Bildung und Besinnung seien nicht zu kurz gekommen. Zahlreiche Spenden seien karitativen Zwecken und der eigenen Kirchengemeinde zugeflossen. Auch für die Zukunft hoffen die verbliebenen Frauen auf die KFD als Begegnungsstätte mit Freizeitgestaltung und religiösem Austausch. Der Glaube soll gelebt, das Leben der Pfarrgemeinde mitgestaltet werden können. Das Rollenbild der Frau habe sich gewandelt „mit der Folge, dass sich Frauen nicht binden wollen. Sie suchen Freizeitaktivitäten ohne Verpflichtungen“ bedauert Böhm, hofft aber, dass sich doch wieder jüngere Frauen finden, die das erfolgreiche Miteinander in der KFD-Ortsgruppe fortführen. (lu) KULTUR REGIONAL KONTAKT Elsbeth Böhm, Telefon 06233 53289