Frankenthal FC Rheinpfalz gewinnt Kreispokal
Frankenthal. Rund 800 Zuschauer verfolgten gestern den Kreispokal-Finaltag für Jugendmannschaften beim VfR Frankenthal. Die Gastgeber durften auch sportlich jubeln: Die E-Junioren des VfR bezwangen im Finale Arminia Ludwigshafen. Für die D-Jugend der Frankenthaler reichte es gegen den Ludwigshafener SC aber nicht zur Sensation. Dafür gelang den A-Junioren des 1. FC Rheinpfalz der Pokal-Coup.
„Die Freude ist riesig. Nach so einem langen Weg das Endspiel zu gewinnen, gelingt den Jungs vielleicht nur einmal im Leben“, sagte Slavko Cavar, Trainer der E-Junioren des VfR Frankenthal. Die Gastgeber erspielten sich Chancen im Minutentakt. Baran Koc belohnte seine Mannschaft mit dem 1:0 (9.), als er seinen Gegenspieler abschüttelte und mit einem strammen Schuss vollendete. Nach einer guten Viertelstunde schlug Matti Johannes Finke einen kraftvollen Freistoß aus dem Halbfeld weit in den Strafraum. Der sehenswerte Kunstschuss senkte sich hinter Arminia-Keeper Paul Luis Gronau zum 2:0 ins Tor. „Wir waren wie erwartet überlegen, aber auch nervös. Vor allem nach dem Anschlusstreffer“, konstatierte Cavar. Muhammed Cakmak (22.) hatte die Frankenthaler mit dem 2:1 etwas aus dem Tritt gebracht. Es blieb aber die einzige richtige Chance der Arminia. Im zweiten Durchgang ließ der VfR nichts mehr anbrennen. Aufgrund der reiferen Spielanlage setzte sich die Cavar-Elf verdient durch. „Wir haben es dem favorisierten VfR schwer gemacht. Die Mannschaft hat das Maximum rausgeholt“, bilanzierte Arminia-Coach Amir Sahbegovic. „Der Sieg vor eigenem Publikum ist besonders schön“, betonte Cavar. Die D-Junioren des Ostpark-Clubs unterlagen dem Ludwigshafener SC 1:2 (1:2). Dabei startete der Landesligist forsch in die Partie gegen den favorisierten Verbandsligisten. Dardan Syla ließ in der zweiten Minute mit einem Distanzschuss an den Pfosten aufhorchen. Doch mitten in die Angriffsbemühungen des VfR spielte Fabian Sedano die Kugel in die Schnittstelle auf den startenden Daniele Marchitto, der zur 1:0-Führung einschob (9.). Der Verbandsligist erhöhte nach 16 Minuten durch Laurin Schön auf 2:0. Unmittelbar vor der Pause verkürzte der VfR mithilfe eines fragwürdigen Strafstoßes (28.), den Alessio Kulawik sicher verwandelte. Nach dem Seitenwechsel verpasste es der LSC, seine Führung auszubauen. „Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, hätte mich das am Ende sicherlich weniger Nerven gekostet. Dafür haben wir hinten hervorragend gestanden“, erklärte LSC-Trainer Jörg Klein. „Wir haben alles reingehauen und sind sehr stolz auf unsere Leistung, weil wir das Spiel bis zum Ende offen gehalten haben“, bilanzierte VfR-Trainer Oliver Krämer. Zufrieden war auch Simone Krämer. Die Jugendleiterin des VfR, die die gesamte Veranstaltung gemeinsam mit Vincenza Scarmento, dem Jugendförderverein und vielen Helfern organisiert und über die Bühne gebracht hat, strahlte. „Der Tag hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Unter den 800 Zuschauern waren viele Familien, die sich auch vom Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Torwand und Tombola unterhalten ließen. Zum Abschluss stemmte bei den A-Junioren der 1. FC Rheinpfalz den Kreispokal in die Höhe. Dabei sah der Kreisklassist gegen die TSG Eisenberg zunächst nicht wie ein Sieger aus. Der FC konzentrierte sich auf das Verteidigen, geriet aber dennoch nach einer halben Stunde durch Hakan Aslan in Rückstand. Doch das 0:1 beeindruckte Rheinpfalz nicht. Ein Doppelschlag von Marius Möller stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Erst beförderte der Stürmer den Ball mit dem Außenrist ins Netz (42.), dann verwandelte er einen Foulelfmeter zum 2:1 (44.). „Die Einwechslungen haben frischen Wind in die Mannschaft gebracht. Der Finalsieg ist grandios“, sagte FC-Coach Michael Schulze-Bodes. In der zweiten Halbzeit lieferten sich beide Teams zur Freude der Zuschauer einen munteren Schlagabtausch. Möller avancierte endgültig zum Spieler des Matches, als er in der 70. Minute für den FC den 3:1-Endstand herstellte. Möller freute sich: „Wir wollten uns nicht blamieren. Jetzt haben wir sogar gewonnen.“