Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Fachstelle Sucht: Nach dem Sommer soll Konzept stehen

Rauchgiftabhängigkeit ist nur eins von vielen Themen, mit denen sich die Mitarbeiter der Fachstelle Sucht beschäftigen.
Rauchgiftabhängigkeit ist nur eins von vielen Themen, mit denen sich die Mitarbeiter der Fachstelle Sucht beschäftigen.

Nach den Sommerferien will die Stadt ein Konzept vorlegen, wie es künftig mit der in Frankenthal ansässigen Fachstelle Sucht weitergehen soll. Das hat Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) am Mittwoch im Stadtrat auf Anfrage der CDU-Fraktion gesagt.

Über den künftigen Betrieb der Einrichtung hätten Gespräche stattgefunden mit verschiedenen potenziellen Trägern und gerade dieser Tage auch mit der Stadtklinik Frankenthal, erläuterte Leidig. Der Hintergrund: Die Stadtverwaltung ist bei der Fachstelle, laut Sozialgesetzbuch eine kommunale Pflichtaufgabe, unter Zugzwang. Die Evangelische Heimstiftung hat angekündigt, die präventive Suchtberatung aus Kostengründen aufgeben zu wollen.

Leidig sprach mit Blick auf seinen Versuch, die Verantwortlichen bei dem bisherigen Träger zu einem Überdenken ihrer Entscheidung zu bringen, von einer „kategorischen Haltung, wie ich sie in meinem Berufsleben selten erlebt habe“. Er habe „keine Handbreit Verhandlungsspielraum gesehen“. Das nüchterne Fazit des Beigeordneten im Stadtrat: „Da war nichts zu wollen.“

Bei der Frage, ob das Land unter Umständen als Träger einspringen könne, erinnerte Leidig an die Zuständigkeit der Stadt. Das Land beteilige sich in Form eines Zuschusses an der Finanzierung, sagte er. Der stellvertretende CDU-Fraktionssprecher Christian Baldauf kritisierte das Verhalten der Heimstiftung und betonte die Bedeutung der Fachstelle für Frankenthal.

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