Frankenthal Für Katastrophenschutz besser gerüstet

91-87010234.jpg

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Frankenthal kommt beim Neuaufbau voran. Insbesondere im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen kann nun ein gebraucht gekaufter Krankentransporter eingesetzt werden. „Der steht auch für den Katastrophenschutz zur Verfügung“, sagt Frank Rickert, Zweiter Vorsitzender des Ortsvereins.

Bei Veranstaltungen wie dem Strohhutfest oder dem Strandbadfest ist das DRK mit seinem Sanitätsdienst zur Stelle. „Bisher mussten wir dafür immer erst mal ein Zelt aufschlagen“, erklärt Frank Rickert. Mit dem Fahrzeug, das deutlich geräumiger als ein üblicher Krankentransporter ist, sei man nun flexibler. Den allradgetriebenen, gebrauchten Mercedes, der neu „ab 160.000 Euro“ kosten würde, habe man „zum Freundschaftspreis“ beim DRK Bad Marienberg (Westerwald) kaufen können. „So etwas neu anzuschaffen – das wäre für uns nicht machbar“, sagt Rickert. Der wieder gegründete DRK-Ortsverband Frankenthal wurde Anfang 2015 ins Vereinsregister eingetragen. Zuvor hatte das örtliche DRK mehrere organisatorische Veränderungen durchlaufen (wir berichteten), war zuletzt Teil des Kreisverbandes Vorderpfalz (Ludwigshafen). Verbunden damit hatte es Konflikte und finanzielle Probleme gegeben. Seinen Mitgliederstand in Frankenthal bezifferte das DRK früher mit bis zu 2000. Aktuell sind es nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden 447 Fördermitglieder; aktiv engagierten sich etwa 20 Helfer. Mit anderen Rettungs- und Sozialdiensten wolle man gut zusammenarbeiten, sagt Rickert. Die Malteser beispielsweise „kochen gut“; dazu werde das DRK dann keine Konkurrenz aufbauen. „Die Zeiten der Einzelkämpfer sind vorbei.“ Bis zu 30-mal pro Jahr, so schätzt Rickert, ist das Frankenthaler DRK mit seinem Sanitätsdienst bei Veranstaltungen im Einsatz. „Wir helfen auch befreundeten Ortsvereinen.“ Katastrophenschutz-Einsätze seien zum Glück selten; den bis dato letzten gab es bei der Gasexplosions-Katastrophe in Oppau. Sehr stark gefragt bei die DRK-Kleiderkammer in der Mörscher Straße 91. Regelmäßig organisiert das DRK Blutspendetermine. Nicht zum DRK-Ortsverein gehört die Rettungswache mit sechs Spezialfahrzeugen an der Frankenthaler Stadtklinik, wo Rickert hauptberuflich arbeitet: „Die wird betrieben von der DRK Rettungsdienst GmbH mit Sitz in Ludwigshafen.“ Gern kommt das DRK auf Wunsch in Kindertagesstätten oder Schulen, um sich und seine Arbeit vorzustellen. Das mache immer viel Spaß, sagt Rickert, und eine gewisse Werbewirkung sei damit auch verbunden. „Unser Wunsch ist es natürlich, noch mehr Ehrenamtliche und mehr Fördermitglieder zu gewinnen.“ Wer sich aktiv beteiligen wolle, könne gern spontan beim Bereitschaftsabend in der Mörscher Straße 91 dienstags ab 19 Uhr vorbeischauen, sagt Rickert. Auch während der Sommerferien behalte man diesen Termin bei. Neulinge bekämen zunächst eine Helfergrundausbildung. „Weitere Kurse kann man dann je nach Interesse belegen.“ Bei der technischen Ausrüstung möchte sich der Ortsverein noch verstärken: „Wir sind zurzeit auf der Suche nach einem gebrauchten kleinen Lkw oder Lieferwagen mit Ladebordwand – das ist unser nächstes Projekt.“ Fördermitglieder, die „nur“ Beiträge bezahlen, aber nicht aktiv mitarbeiten, können diverse Vergünstigungen in Anspruch nehmen. So biete das DRK einen „Rückholschutz weltweit“, sollte man während einer Urlaubsreise erkranken. KONTAKT DRK-Ortsverein Frankenthal, Mörscher Straße 91, 67227 Frankenthal, Telefon 06233 299155, E-Mail DRK-OV-Frankenthal@web.de.

x