Frankenthal Erkenbert-Museum: Nymphenbild als Objekt des Monats

Figur aus der Mytholgie: die angelnde Nymphe von Caesar Willich.
Figur aus der Mytholgie: die angelnde Nymphe von Caesar Willich.

Eine Nymphe, die im Wald an einem Flusslauf angelt – diese Szene zeigt ein Ölgemälde des Frankenthaler Malers Caesar Willich aus dem Jahr 1869. Um dem Vorwurf der Anstößigkeit zu entgehen, bediente sich der Maler eines Kniffs.

Neben der unbekleideten Schönheit ist im Gras eine griechische Amphore abgelegt, um auf den antiken Kontext des Sujets hinzuweisen. Nacktheit war im 19. Jahrhundert in bildlichen Darstellungen durchaus salonfähig – wenn sie in der Antike angesiedelt wurde. Ihre Beine hat die Nymphe übereinandergeschlagen. Aus niedergeschlagenen Augen blickt sie auf das zappelnde Fischlein an der Angel. Das Museum präsentiert das Gemälde ab Dienstag, 2. Juni, 14 Uhr, als Objekt des Monats online unter www.frankenthal.de/erkenbert-museum.

Porträt von Richard Wagner

Nach seiner Gymnasialzeit in Frankenthal studierte Caesar Willich (1825-1886) Malerei an den Kunstakademien in Berlin und München. Sein Weg führte ihn bis nach Paris und Rom. Dort widmete er sich der Porträtmalerei, die ihm seinen bedeutendsten Auftrag einbrachte: ein Porträt von Richard Wagner. Seine letzte Station war München, wo er heiratete. Willich verschrieb sich dort insbesondere der Aktmalerei. Aus dieser Zeit stammt auch das Nymphenbild. Darüber hinaus besitzt das Erkenbert-Museum auch einige Porträtgemälde und mehrere Skizzenbücher von Willich mit Darstellungen italienischer Landschaften.

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