Frankenthal Erkenbert-Museum: FWG lehnt CDU-Vorschlag zu Nutzung ab

Erneut in der Diskussion: die Zukunft des Erkenbert-Museums am Rathausplatz.
Erneut in der Diskussion: die Zukunft des Erkenbert-Museums am Rathausplatz.

Mit ihrem Vorschlag, das Erkenbert-Museum in Frankenthal nach einer geplanten Sanierung nicht nur für den Ausstellungsbetrieb zu nutzen, sondern in das neue Konzept Platz für Veranstaltungen sowie möglicherweise ein gastronomisches Angebot aufzunehmen, stößt die CDU auf Widerstand. Die Freie Wählergruppe (FWG), mit 18 Sitzen größte Fraktion im Stadtrat, kündigt an, einen entsprechenden Antrag im Stadtrat am 11. Dezember abzulehnen. „Unser Museum soll dem kulturellen Erbe unserer Stadt gerecht werden und als Bildungs- und Kultureinrichtung den Stellenwert bekommen, den es verdient“, heißt es in einer Stellungnahme der Fraktionsvorsitzenden Tanja Mester. Die zugesagte Förderung des Landes gebe es nicht „für eine Eventlocation oder Gastronomie“, sondern für eine Sanierung, der ein mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz abgestimmtes Museumskonzept mit Ausstellungsfläche zugrunde liegt. Der Markenkern des Museums – Sammlung, Erhalt und Präsentation stadtgeschichtlich bedeutender Stücke – ginge bei einer Aufweichung verloren.

Die FWG sieht zudem keinen Bedarf an weiteren Veranstaltungsräumen und befürchtet eine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten, etwa dem Congress-Forum Frankenthal (CFF), sollte der Vorschlag umgesetzt werden. Mester erinnert an das Veto der CDU im Juni 2024 zu den Sanierungsplänen. Sie sieht in dem vom Chef der achtköpfigen CDU-Fraktion, Martin Schuff, und dem Kreisvorsitzenden Martin Svoboda im RHEINPFALZ-Gespräch vorgestellten Antrag einen „zweifelhaften Versuch, die damals getätigte und vielfach kritisierte Entscheidung zu revidieren und dennoch im Kern bei der Aussage zu bleiben: Weniger Finanzmittel für museale Zwecke, den Erhalt unserer Stadtgeschichte und deren Zeugnisse“.

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