Basketball
Erfolgsserie hält an: Lambsheimer feiern gegen Trier fünften Sieg im sechsten Spiel
Die Trainerin war aber nicht ganz zufrieden mit dem Spiel. Gegen einen ersatzgeschwächten Gegner sei der Sieg nicht überraschend gewesen, erklärte Ulrike Fleissner-Thiessen. Die Trierer waren mit nur sieben Spielern in die Vorderpfalz gekommen. Sie hingegen habe den kompletten Kader zur Verfügung gehabt und sich gefreut, allen Spielern ausreichend Einsatzzeiten geben zu können. „Ich konnte alle zwölf viel spielen lassen, und alle konnten sich zeigen“, war die Trainerin zudem sehr zufrieden damit, dass fast alle Akteure Punkte erzielten. Nur Toluney Seyhan hatte nicht punkten können. „Ungewöhnlich“, bemerkte Fleissner-Thiessen schmunzelnd: Seyhan ist normalerweise der beste Werfer der Lambsheimer und wird die Punktlosigkeit sicherlich verschmerzen können.
Obwohl MJC Trier auf einige Leistungsträger verzichten musste, ging die Lambsheimer Trainerin auf Nummer sicher, begann mit einer starken ersten Fünf. „Wir haben supergut angefangen, haben in der siebten Minute mit 14:0 geführt“, berichtete sie. Der Gegner sei erst mit den ersten Wechseln bei der Eintracht ins Spiel gekommen. Zwar wurde das Spiel der Hausherren durch diese vielen Wechsel zunehmend zerfahren, „aber wir waren nie in Gefahr“, sagte Fleissner-Thiessen.
Ballverluste meist wieder wettgemacht
Nicht gefallen haben der Trainerin die vielen unnötigen und ungewöhnlichen Ballverluste. Nach den Ursachen will sie noch im Videostudium des Spiels forschen. „An der guten Defense des Gegners lag es jedenfalls nicht“, betonte sie. Aber immerhin hätten ihre Spieler diese Ballverluste meistens gleich wieder gutgemacht. Ihr Team sei ehrgeizig genug, um sich selber über die vielen Fehler zu ärgern.
Auch wenn (fast) alle Spieler punkteten, ragte einer dennoch mit mehr als einem Drittel der Gesamtausbeute heraus. Bertram Lind erzielte 27 Punkte, zweitbester Werfer war am Samstag Mirnes Islamovic (17). „Ich mag die Fokussierung rein auf die Punkte nicht“, verwies Fleissner-Thiessen darauf, dass es doch auch andere Statistiken wie Rebounds oder Steals gebe, die wichtig seien. „Ein Sieg ist immer eine Mannschaftsleistung“, betonte sie. Vorliegen habe sie diese Statistiken noch nicht, die Auswertung komme erst. Herausheben wollte sie daher auch keinen Spieler, denn auch das Defensivverhalten sei eher gleichmäßig gewesen. „Da war keiner überragend.“
„Tolle Truppe“ soll weiter oben mitmischen
Nach sechs Spieltagen ist Eintracht Lambsheim mit fünf Siegen weiter vorne in der Tabelle der RPS-Oberliga dabei. Die einzige Niederlage gegen ASC Theresianum Mainz ärgert die Trainerin immer noch ein bisschen, allerdings hatten die Mainzer als Regionalliga-Absteiger den sofortigen Wiederaufstieg frühzeitig als klares Saisonziel ausgegeben, präsentierten sich bisher sehr stark. Ansonsten halte sie die Oberliga für recht ausgeglichen. „Außer TuS Ensdorf und VT Zweibrücken kann wahrscheinlich jeder jeden schlagen,“ glaubt die erfahrene Basketballerin. Deswegen sei jeder Sieg wichtig. „Es bleibt spannend,“ ist Fleissner-Thiessen überzeugt. Sie möchte mit ihrer „tollen Truppe“ auf jeden Fall weiter oben mitmischen.