Nachspielzeit Eppsteiner Rhythmusstörungen

Fußball-B-Klassist TSV Eppstein hat sich vorerst ins Niemandsland der Tabelle verabschiedet. 0:3 (0:2) verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Naßhan am Wochenende zu Hause gegen den TSV Ebertsheim und belegt mit 19 Punkten Rang acht. Damit hat die Mannschaft aus dem Frankenthaler Vorort seit drei Spielen nicht mehr gewonnen und in diesen Partien lediglich einen Zähler geholt.
„Wir sind aus dem Rhythmus gekommen“, sagt Uwe Naßhan. Denn eigentlich lief’s ja ganz gut beim TSV. Nach dem 1:5 zum Auftakt zu Hause gegen den SC Bobenheim-Roxheim II gab es fünf Siege in Folge. Dann sei ein Spiel in der zweiten Halbzeit abgebrochen worden, ein weiteres sei ausgefallen.
Hinzu komme die schlechte Trainingsbeteiligung. „Am Donnerstag ist das Training ausgefallen. Da waren nur sechs Spieler da“, berichtet Naßhan. „Wenn man nicht fit ist, ist man nicht konzentriert und macht dann Fehler“, erläutert der Coach.
Ja, im Moment seien viele Angeschlagene und Grippekranke zu beklagen, meint Naßhan. Vier Leistungsträger fehlten verletzt, darunter Dominik Maginot und David Rittmann. Bei einem kleinen Kader sei das sofort ein Schlag ins Kontor. „Da müssen wir Leute aus der zweiten Mannschaft hochziehen.“
Trotzdem, nur auf die Verletzten und die Ausfälle will Naßhan die Pleite gegen Ebertsheim nicht schieben. „In Normalform gewinnen wir das Spiel. Aber Ebertsheim hatte mehr Biss und war effektiver. Wir haben mehr Fehler gemacht. 50 Prozent Leistung sind eben zu wenig“, moniert der Trainer. Er habe bei seinem Team den unbedingten Willen vermisst, die Partie zu gewinnen.
Weshalb er auch gleich nach dem Ebertsheim-Spiel mit dem Team in der Kabine gesprochen habe. „Ich hoffe, dass sich das jeder zu Herzen nimmt.“ Denn eigentlich hatte man beim TSV Eppstein gehofft, in der Spitzengruppe der B-Klasse Nord mitmischen zu können. Davon will sich Uwe Naßhan auch noch nicht verabschieden. „Platz sieben oder acht ist doch uninteressant. Wir wollen unbedingt vorne rein.“
Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Auf Spitzenreiter TuS Sausenheim sind es schon zwölf Punkte Abstand, wobei der TSV Eppstein eine Partie weniger ausgetragen hat. Zum Tabellenzweiten Ebertsheim sind es nun elf Zähler Abstand. Doch hier hat der TSV Eppstein sogar noch drei Partien in der Hinterhand.
Also heißt es jetzt: „Alles auf Null stellen und eine neue Serie starten“, fordert Naßhan. Damit kann der TSV am Sonntag (12.30 Uhr) beim SV Weisenheim/Sand II anfangen. Eine Woche später (12.15 Uhr) geht es zum SC Bobenheim-Roxheim II. Da ist Revanche fürs Hinspiel angesagt.