Basketball
Eintracht Lambsheim: Erst Sieg, dann Mannschaftsabend
Spieler, Trainer und Verantwortliche der Eintracht sehen glücklich aus, als sie für das Foto auf dem vereinseigenen Instagram-Kanal posieren. Kein Wunder, schließlich hat „United“ gerade im letzten Auswärtsspiel der Runde den Tabellenneunten aus Landsweiler/Reden geschlagen. Und außerdem ist das Abendessen beim kleinen Teamevent der Lambsheimer auch nicht mehr weit – Chicken Wings mit vielen verschiedenen Dips standen auf der Speisekarte „Das war definitiv das Highlight des Tages“, sagt Abteilungsleiter Kristian Vukelic. „Wir waren dort vor drei oder vier Jahren nach einem Auswärtsspiel in Ramstein schon einmal und hatten dann im Vorfeld reserviert. Schon im Bus gab es kaum ein anderes Thema“, erzählt er lachend.
Doch erst galt es für den Tabellenvierten, bei den „Titans“ aus Landsweiler und Reden zu bestehen. Es sei schwierig, von einer wirklich guten Leistung zu sprechen, wenn man 91 Punkte kassiert habe, urteilt Vukelic. Aber dennoch: „Wir haben unsere Hausaufgaben hier gemacht. Für sie ging es noch um etwas, Landsweiler kämpft noch um den Klassenerhalt.“ Allein deswegen war volle Konzentration vor dem Spiel geboten. Ein „ziemlich wildes“ Spiel sei es gewesen, in der Klinkenthalhalle zu Schiffweiler. Aber eines mit dem besseren Ende für die Gäste aus der Pfalz.
Nicht bissig genug
Die ersten drei Viertel gingen allesamt an die Eintracht. Vor der Halbzeitpause blieben Saarländer und Pfälzer punktemäßig noch recht eng beieinander. In den ersten zehn Minuten setzte sich die Mannschaft von Trainer Sven Schumacher 21:17 durch. „Durchwachsen“, nannte der Coach den Auftritt der Seinen. „Wir waren teilweise nicht bissig genug. Ich freue mich über den Sieg. Aber so, wie er zustande kommt, kriege ich ab und zu mal einen Pickel“, kritisiert Schumacher. Die 91 kassierten Punkte seien „Minimum 20 zu viel“, findet er.
Im zweiten Viertel vergrößerte der Oberligist diesen Vorsprung nur unwesentlich auf 48:43. Spätestens mit dem dritten Durchgang (72:60) sprach dann viel dafür, dass die Lambsheimer im vorletzten Match der Saison zwei Punkte mit zum Mannschaftsabend und später mit nach Hause nehmen würden. Das letzte Viertel war das torreichste an diesem Samstagabend, die Titans warfen noch einmal 31, Lambsheim 30 zusätzliche Zähler. „Ich würde nicht sagen, dass die Luft raus ist“, so Vukelic nach dem Spiel. „Ich erkenne schon an, dass wir hier gewonnen haben.“
Ein Top-Mann fällt früh aus
Der frühe Ausfall eines neuen Top-Mannes bei den Titans hat den Schumacher-Schützlingen dabei sicher auch in die Karte gespielt. Devante Young erzielte bei seinem ersten Einsatz für die Saarländer in der vergangenen Woche schon 28 Punkte und war mit drei Dreiern auch gegen die Eintracht auf bestem Weg dahin. Dann schied er allerdings recht früh in der Partie verletzungsbedingt aus. „Er ist nur 1,60 Meter groß und deshalb wahnsinnig schnell und schwer zu verteidigen“, sagt Schumacher.
Aufseiten der Gäste zeigte sich wieder einmal Bertram Lind mit 35 Punkten in Topform. Aber Trainer Schumacher gefiel besonders die Leistung der Ergänzungsspieler Christian Vogel, Christian Henss und Lukas Pätzold: „Sie haben sehr, sehr stark verteidigt und ihre Chance genutzt.“ Gut möglich, dass sie diese auch im abschließenden Saisonspiel am kommenden Samstag (18 Uhr) daheim gegen DJK Andernach bekommen werden.