Frankenthal Einsatz für die Demokratie

„Nur gemeinsam sind wird stark“, sagte der Erste Bevollmächtigte Günter Hoetzl. Im Bild die Geehrten aus Frankenthal und Umgebun
»Nur gemeinsam sind wird stark«, sagte der Erste Bevollmächtigte Günter Hoetzl. Im Bild die Geehrten aus Frankenthal und Umgebung.

Für die Ehrung langjähriger Mitglieder und Jubilare hatte die Industriegewerkschaft (IG) Metall im Bezirk Ludwigshafen/Frankenthal am Donnerstagabend zu einer Feierstunde ins Mutterstadter Palatinum eingeladen. Günter Hoetzl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Ludwigshafen-Frankenthal, dankte den Jubilaren für ihr Engagement.

„Unser aller Ziel ist es und war es, für mehr Gerechtigkeit, mehr Demokratie und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu streiten. Eine Demokratie ohne Gewerkschaften kann nicht funktionieren“, betonte Hoetzl. Die Gewerkschaften hätten Wichtiges geleistet berichtete er – unter anderem bei den Einkommensverhältnissen, der Gesetzgebung, der Berufsausbildung sowie der Stabilisierung der Renten- und Sozialversicherung. „Lasst uns weiter kämpfen für mehr Menschlichkeit, Arbeitsplätze, soziale Gerechtigkeit und vor allem für den Frieden. Nur gemeinsam sind wir stark“, schloss Günter Hoetzl unter dem Applaus der Anwesenden. Bei der anschließenden Feierstunde wurden 310 Mitglieder geehrt. 101 IG Metaller feierten 25-jähriges Jubiläum, 139 Mitglieder 40-jähriges. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden 45 Gewerkschafter ausgezeichnet, ihr 60-Jähriges begingen 22 Jubilare. Stolze drei Metaller konnten auf eine 70 Jahre andauernde Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zurückblicken. Festrednerin Heidi Schroth vom Bezirk Mitte der IG Metall aus Frankfurt erinnerte an historische Ereignisse in den Jahren, als die heutigen Jubilare zu Mitgliedern der IG Metall wurden. Vor 25 Jahren beispielsweise stand nach der Einführung der D-Mark in der damaligen DDR der Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze im Zentrum der Gewerkschaftspolitik. Im Mai 1993 seien zwei Frauen und drei Kinder bei einem Brandanschlag in Solingen gestorben. „Fast eine Million Menschen protestierten in den Großstädten mit Lichterketten gegen die ausländerfeindliche Gewalt“, erinnerte Schroth an die klare Haltung der IG Metall gegen Fremdenfeindlichkeit. „Ihr alle seid ein wertvoller und großartiger Teil unserer gemeinsamen Geschichte“, bedankte sich Heidi Schroth bei den langjährigen Mitgliedern.

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