Frankenthal Ein zäher Kampf
Frankenthal. A-Klassist DJK Eppstein hat die nächste Runde des Kreispokals erreicht. Die DJK tat sich in der ersten Halbzeit schwer gegen den Ligakonkurrenten SV Weisenheim/Sand, gewann aber nach zähem Kampf 3:2 (0:0). Der Knackpunkt für den Gäste-Trainer: der Elfmeter zum Eppsteiner 2:1.
„Ich bin eigentlich keiner, der über den Schiedsrichter herzieht, aber er hat heute intensiv eingegriffen. Wir haben wegen des Elfmeters, der keiner war, verloren.“ Weisenheims Trainer Günter Golfier war auch noch nach der nervenraubenden Pokalbegegnung auf Betriebstemperatur. Er gab jedoch wenige Augenblicke später zu: „Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir das Spiel 90 Minuten im Griff, aber die Chancen nicht gemacht haben. Dann kommt es am Ende eben so, wie es gelaufen ist.“ In der Tat: Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gäste der DJK spielerisch überlegen. Ihnen fehlte aber die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Sonst hätten sie die Partie schon vor der Pause entscheiden können. Doch weder Andreas Rehm (16. und 29.) noch Dennis Mahle, der einmal per Kopf keinen Druck hinter den Ball brachte (24.) und kurz vor der Halbzeit am Pfosten scheiterte (43.), brachten den Ball im DJK-Tor unter. Da auch der Eppsteiner Florian Gass seine gute Möglichkeit (39.) ausließ, ging es mit einem aus Eppsteiner Sicht etwas glücklichen 0:0-Unentschieden in die Halbzeitpause. Das sah auch DJK-Spielertrainer Halil Kaya so. „Wir haben es den Weisenheimern in der ersten Halbzeit zu einfach gemacht“, monierte er. „Ich muss vor der Mannschaft aber auch den Hut ziehen. Wie einer für den anderen dieses Jahr kämpft, ist beeindruckend und wichtig“, lobte Kaya. Die in der zweiten Halbzeit verbesserten Gastgeber setzten nach dem Seitenwechsel gleich das erste Ausrufezeichen: Sehenswert, wie der äußerst laufstarke David Storzum den Ball per Freistoß über die Gäste-Mauer zur 1:0-Führung zirkelte (49.). „David verfügt über einen guten Schuss und hat in seiner Entwicklung einen riesen Sprung nach vorne gemacht. Das Tor wird ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben“, sagte Kaya über seinen Antreiber im Mittelfeld. Auf der Gegenseite hatte Rehm kurz darauf (57.) den Ausgleich auf dem Fuß, verpasste aber. Aufgeschoben war aber nicht aufgehoben. Knapp fünf Minuten später machte es der SVW-Angreifer besser und verwertete einen Pfostenabpraller zum 1:1 (62.). Was folgte, war der Aufreger des Tages: Weisenheims Innenverteidiger Alexander Lahni trennte DJK-Stürmer Okan Arslan im Strafraum vom Ball. Und zum Entsetzen der Weisenheimer zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt (71.). „Warum er Elfmeter gibt, weiß nur der Unparteiische selbst. Aber der Pfiff war sicherlich der Knackpunkt in der Partie“, legte sich Gäste-Trainer Golfier fest. DJK-Spielertrainer Kaya war das egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1. Doch auch darauf hatten die Weisenheimer eine Antwort parat: Der sträflich alleingelassene Mahle glich zum 2:2 aus (82.). Doch im direkten Gegenzug schob Arslan zur erneuten DJK-Führung ein (83.). Das Tor war der Beginn einer hektischen Schlussphase, in der Arslan wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz musste. Das 3:3 gelang den Weisenheimern aber nicht mehr. SO SPIELTEN SIE DJK Eppstein: Aksogan – Jesko, Kaya, Divivier, Mccarthy – Storzum, Miftaraj (66. Diehl) – Thiel (66. Sezgin), Gass (79. Djaouchi), Mannweiler – Arslan SV Weisenheim/Sand: Salzner – Baumann, Brandau, Alexander Lahni (86. Fath), Kleinhans (78. Ehringer) – Oliver Lahni, Josy – Mahle, McCarty, Rehm – Stork Tore: 1:0 Storzum (49.), 1:1 Rehm (62.), 2:1 Kaya (71., Foulelfmeter), 2:2 Mahle (82.), 3:2 Arslan (83.) – Gelbe Karten: Kaya, Arslan - Mahle, Rehm, Josy – Gelb-Rot: Arslan (90.) – Beste Spieler: Storzum, Mannweiler – Mahle, Brandau – Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Hohmann (Deidesheim).