Frankenthal Ein Ausrutscher gefährdet den Aufstieg nicht
«BOBENHEIM-ROXHEIM.» Den Herren 55 des SV Bobenheim-Roxheim ist ein glatter Durchmarsch gelungen. Vor einem Jahr aus der Tennis-B-Klasse aufgestiegen, geht es für die Bobenheim-Roxheimer nach der gerade gewonnenen A-Klasse-Meisterschaft 2018 in der Pfalzliga weiter. Das Team musste in der abgelaufenen Saison nur eine knappe Niederlagen gegen den BASF TC Ludwigshafen hinnehmen.
„Nach dem Aufstieg war es unser Ziel, die A-Klasse zu halten“, sagt SV-Sportwart Thomas Stichter. „An den sofortigen Aufstieg in die Pfalzliga hat vor der Saison keiner gedacht.“ Der 8:6-Sieg im Auftaktspiel gegen den ASV 1946 TA Birkenheide II habe im Team jedoch gleich für Euphorie gesorgt, erinnert sich Stichter. „Es war zwar ein knapper Sieg, aber es hat gereicht.“ Am zweiten Spieltag musste sich der Aufsteiger dann dem BASF TC Ludwigshafen geschlagen geben. Doch die Niederlage fiel mit 6:8 denkbar knapp aus. „Das war unglücklich. Wir hatten schon drei Einzel gewonnen, mussten dann aber die beiden Doppel abgeben“, berichtet Stichter, der an der Seite von Günther Groll 10:12 im Matchtiebreak Thomas Perner und Hans Schwarz unterlag. Verletzungsbedingt habe man zu dieser Partie nicht in Bestbesetzung antreten können. Ansonsten sei man aber in der Medenrunde vom Verletzungspech verschont geblieben. Es sollten am Ende die einzigen beiden Punkte sein, die der SV abgegeben hat. „Danach haben wir mit 9:5 gegen Grün-Weiss Frankenthal gleich wieder gewonnen“, sagt Thomas Stichter, „und ab da haben wir dann auch nach oben geschaut.“ Am vorletzten Spieltag kam es schließlich zum direkten Aufeinandertreffen mit dem damaligen Spitzenreiter Post SV Ludwigshafen. Auch diese Partie entschieden die Bobenheim-Roxheimer mit 9:5 für sich. Es war die Vorentscheidung in der Meisterschaft, da sich alle Verfolger – anders als der SV – noch mindestens einen weiteren Ausrutscher erlaubten. So verlor der Post SV Ludwigshafen noch 5:9 auf eigener Anlage gegen Schlusslicht Birkenheide. Und der TC Grün-Weiss Frankenthal, der am Ende Zweiter wurde, unterlag beim Post SV Ludwigshafen 5:9. „Nach diesem Sieg wollten wir natürlich den Titel holen. Wenn man die Chance hat, will man sie auch nutzen“, meint Thomas Stichter. In der letzten Begegnung der Runde, dem Heimspiel gegen den TC Fußgönheim, gelang dem SV Ende Juni ein deutlicher 11:3-Erfolg. Die Truppe gewann alle vier Einzel und ein Doppel. „Das war ein gelungener Abschluss für eine tolle Saison“, sagt Stichter. Dass es so glatt laufen würde, damit hätte im Team jedoch niemand gerechnet, räumt er ein. Der Sportwart des SV spricht von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“. Ein Extralob Stichters gibt es für Günther Groll. „Er war ein Leistungsgarant und hat alle seine Einzel gewonnen.“ Angesichts des erneuten Aufstiegs seien alle im Team euphorisch, erzählt Stichter. „Wir wissen aber, dass die Pfalzliga von der Spielstärke her eine andere Liga ist. Ziel ist der Klassenerhalt. Es wäre natürlich schön, wenn wir ein paar Spiele gewinnen könnten“, sagt er und lacht. Personell soll es keine Veränderungen geben. Das Projekt Pfalzliga will das Team in seiner aktuellen Zusammensetzung angehen. Für die Herren 55 des SV 1914 Bobenheim-Roxheim spielten in der abgelaufenen A-Klasse-Saison Bernhard Zwilling, Harald Lemster, Lothar Ayasse, Günther Groll, Thomas Stichter, Hans Gutdeutsch und Hartmut Konopka.